Mutter ist geschockt, als sie diese Nachricht im Paket ihrer Tochter entdeckt

Die Mutter war geschockt, als sie die Nachricht im Amazon-Paket von Tochter April (li.) fand.
Die Mutter war geschockt, als sie die Nachricht im Amazon-Paket von Tochter April (li.) fand.

Bolton (England) - Es sollte eine schöne Überraschung für ihre Tochter werden, doch am Ende war die ganze Familie geschockt: April Dorsett (13) entdeckte in ihrem Amazon-Paket einen ernstzunehmenden Hilferuf.

Ihre Eltern hatten beschlossen, der Schülerin für den Advent ein schönes Geschenk zu bestellen. Kurz vor dem ersten Dezember kam dann das Paket in Bolton an.

Doch April fand nicht nur den Kosmetik-Adventskalender und eine Karte von Mama und Papa im Paket, sondern auch eine Nachricht, die besorgniserregend war. "Bitte hilf mir, PMP-Mitarbeiter sind böse", stand auf dem Versandzettel geschrieben. PMP ist eine Zeitarbeitsfirma, die Mitarbeiter bei Amazon beschäftigt.

Erst vergangene Woche hatte der Mirror schreckliche Zustände für die Mitarbeiter in einem Amazon-Warenhaus in Tilbury, Essex aufgedeckt. So schliefen die Mitarbeiter teilweise vor Erschöpfung ein, weil sie die angestrebten Ziele einfach nicht schaffen können. Sie sollen beispielsweise alle 30 Sekunden ein Paket verpacken. Ein Mitarbeiter des Mirror hatte vier Wochen undercover in der Firma recherchiert und erschreckende Zustände aufgedeckt.

Mutter Kim und ihre Tochter machen sich Sorgen um die Zustände bei Amazon.
Mutter Kim und ihre Tochter machen sich Sorgen um die Zustände bei Amazon.

Er berichtete von 55-Stunden-Wochen, in denen die Arbeiter für rund 9,20 Euro die Stunde schuften. Wenn sie es schaffen, 120 Pakete in einer Stunde fertig zu verpacken, bekommen sie rund acht Cent zusätzlich pro Paket.

Die Mutter von April dachte zunächst, dass es sich um einen Scherz handelt, wie sie dem "Mirror" sagte: "Ich möchte wissen, ob das eine Verarsche ist, oder ob die Mitarbeiter wirklich ausbeutet werden."

Sie erklärte weiter: "Mein Mann hatte den Kalender als Geschenk für meine Tochter bestellt. Er gab ebenso eine Notiz in Auftrag, auf der stehen sollte: 'Mit viel Liebe von Mama und Papa'." Wie die Mutter weiter berichtet, fragten sie April, ob sie die Notiz in dem Paket gefunden hätte.

Daraufhin sagte das Mädchen: "Diese hier?" und hielt die Bestellbestätigung mit dem Hilferuf in der Hand. Die Mutter hielt es erst für einen üblen Scherz, doch dann dachte sie an die Berichte über die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse bei PMP.

"Meine Tochter ist Wirkich wütend. Sie ist Veganerin und möchte wissen, ob es Tieren UND Menschen gut geht. Sie macht sich wirklich Sorgen", berichtet Mutter Kim. Sie forderte ihre Mama auf, Amazon zu kontaktieren und herauszufinden, was da los ist.

Die Zeitarbeitsfirma PMP redet sich raus. Der Zettel sei keine genaue oder faire Darstellung der Leute, die sie rekrutieren. Allerdings haben sie Ermittlungen zu dem Fall eingeleitet.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0