Schwangere (19) von Krankenhaus fies abgewiesen: Frühchen stirbt kurz darauf

Ärzte versuchten das Frühchen viel zu spät zu retten. (Symbolbild)
Ärzte versuchten das Frühchen viel zu spät zu retten. (Symbolbild)  © Holger Hollemann/dpa

Bolton/ Farnworth (England) - Die schwangere Engländerin Elise F. (19) hatte in der 23. Woche starke Schmerzen und rief sich in ihrer Not einen Krankenwagen. Vor Ort tat die Hebamme Rukaiya J. ihre Beschwerden als harmlose Harnwegsinfektion ab und beschimpfte sie dafür einen Krankenwagen benutzt zu haben. Stunden später starb das Baby der 19-jährigen Elise F.!

Anstatt der werdenden Mutter zu helfen und sie richtig zu untersuchen, sorgte sich die Hebamme Rukaiya J. um die Kosten für den Krankenwagen. Sie beschimpfte Elise F. diesen als Taxi zweckentfremdet zu haben und so Kosten in Höhe von 300 Pfund (rund 350 Euro) verursacht zu haben.

Nur rund Zweieinhalb Stunden später hatte Elise F. zu Hause in Farnworth eine Sturzgeburt und kehrte daraufhin mit dem leblosen Frühchen zurück ins Krankenhaus. Doch die Ärzte konnten es dort nicht mehr retten.

Seit Freitag wird der Fall vor Gericht behandelt, wie die "Daily Mail" berichtet. Demnach hat sich die Krankenhausleitung mittlerweile entschuldigt. Sue Ainsworth, Leiterin der Geburtshilfe, betonte, dass es absolut keine Politik des Krankenhauses sei, Schwangere davon abzuhalten einen Krankenwagen zu rufen.

Tragischer Höhepunkt der Geschichte: Elise F. galt schon vor ihrem Besuch im Krankenhaus als hochrisikoschwanger. Unter anderen Umständen hätte ihr Kind eine Überlebenschance gehabt.

Titelfoto: Holger Hollemann/dpa


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