Frau verliert ein Ohr, weil sie solariumsüchtig ist

Bolton - In England hat eine Frau ihr linkes Ohr verloren, weil sie jahrelang regelmäßig ins Solarium ging. Eigenen Angaben zufolge sei sie süchtig nach der künstlichen Bräune gewesen.

Die Frau ging 30 Jahre lang ins Solarium und wurde davon schwer krank. (Symbolbild)
Die Frau ging 30 Jahre lang ins Solarium und wurde davon schwer krank. (Symbolbild)  © 123rf.com/nd3000

Anthea Smith (44) aus Bolton fühlt sich schuldig. Weil sie ihre Gesundheit leichtsinnig aufs Spiel setzte und deshalb vielleicht bald nicht mehr für ihre zwei Kinder und ihren Ehemann da sein kann.

Wie "Daily Mail" berichtet, legte sich Smith mit 14 Jahren zum ersten Mal unter eine Sonnenbank und konnte danach 30 Jahre lang nicht mehr ohne leben. Sie sei regelrecht süchtig danach gewesen. Bis es eines Tages zu einer schrecklichen Wende in ihrem Leben kam.

Durch ihre ständigen Besuche im Sonnenstudio hatte sich eine schwarze Wucherung an ihrem linken Ohr gebildet. Die Ärzte diagnostizierten ein Melanom und somit schwarzen Hautkrebs.

"Ich war mit meiner Bräunungssucht selbst schuld", sagte die 44-Jährige todunglücklich. Sie habe nie gewusst, welchen Schaden sie damit an sich selbst anrichte.

Den Medizinern blieb nichts anderes übrig, als der Frau das gesamte linke Ohr zu amputieren.

Am Ohr wucherte ein warzenartiges Gebilde

Eine ärztliche Diagnose ergab, dass die Engländerin an Krebs erkrankt war. (Symbolbild)
Eine ärztliche Diagnose ergab, dass die Engländerin an Krebs erkrankt war. (Symbolbild)  © 123rf.com/Katarzyna Białasiewicz

Ihre Sucht begründete Smith damit, dass sie nie abwarten wollte, auf natürlich Weise braun zu werden. Im Solarium waren die Ergebnisse schneller zu sehen.

Dass etwas nicht stimmt, merkte zuerst ihr Friseur. Er wies sie auf ein warzenartiges Gebilde an ihrem Ohr hin. Doch weitere vier Jahre vergingen, ohne dass sie etwas dagegen unternahm. Zwar klagte Smith auch über Jucken, wenn sie während der Arbeit ein Headset trug. Doch offenbar litt sie noch nicht genug.

Bis sie schließlich zum Arzt ging, als sich das Geschwür schon gebildet hatte. Zwei Operationen waren nötig, in denen der Patientin links das volle Außen- und Innenohr entfernt wurden, außerdem die Lymphknoten, der Tragus (das ist der Knorpelanteil der Ohrmuschel), Speicheldrüsen und Schläfenbein.

Danach habe sie sich mit dem freiliegenden Loch in ihrem Kopf, das zu ihrem Trommelfell führte, wie eine Außerirdische gefühlt.

Heute ist Anthea Smith auf der linken Seite taub und sie hat Probleme mit dem Gleichgewicht. Glück im Unglück: seit längerer Zeit gibt es keine Anzeichen, dass der Krebs noch aktiv ist. Doch sie lebt mit der Angst, dass der aggressive Hautkrebs zurückkehren und ihr Leben kosten könnte. Und das alles wegen künstlicher Bräune.

Titelfoto: 123rf.com/Katarzyna Białasiewicz/nd3000

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