Hier rollt Bombardier in die Zu(g)kunft

Bautzen - Neue Fertigungshalle bei Bombardier in Bautzen: Mit dem Acht-Millionen-Euro-Neubau für die digitale Produktion von Schienenfahrzeugen verbindet sich viel Hoffnung für die Lausitz. Und es wird weiter investiert.

Alles ganz digital: Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU).
Alles ganz digital: Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU).  © DPA / Sebastian Kahnert

Eine S-Bahn für Hamburg machte den Anfang. Per Knopfdruck hat Michael Fohrer (54), Deutschland-Chef von Bombardier Transportation, mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (44, SPD) die digitale Produktion für Schienenfahrzeuge angefahren.

Fohrer: "Wir schaffen hier ein Kompetenzzentrum für die Serienfertigung von Regional- und Fernverkehrszügen sowie S-, U- und Straßenbahnen für Europa und die Welt."

Auf 8100 Quadratmetern können bis zu 600 Wagen jährlich ausgebaut werden. Rund 500 Mitarbeiter werden im Zwei-Schicht-System arbeiten.

Zudem kündigte er an, dass Bombardier in Bautzen insgesamt 30 Millionen Euro investieren will, u.a. in ein Testcenter für Bahnen. Am Görlitzer Standort sollen bis 2020 ebenfalls drei bis acht Millionen Euro investiert werden. In Bautzen arbeiten 1000 Beschäftigte, in Görlitz 1600 inklusive Leiharbeiter.

Bombardier hatte vor zwei Jahren die Streichung von weltweit 7500 Stellen angekündigt (TAG24 berichtete). Vereinbart wurden am Ende der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2019 und der Erhalt aller deutschen Standorte – jedoch mit neuen Aufgaben.

Eine Hamburger S-Bahn im millionenteuren Neubau bei Bombardier in Bautzen.
Eine Hamburger S-Bahn im millionenteuren Neubau bei Bombardier in Bautzen.  © DPA / Sebastian Kahnert

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