Bombe an Bord? Air-France-Maschine notgelandet

Die Boeing 777 auf dem Flughafen in Nairobi.
Die Boeing 777 auf dem Flughafen in Nairobi.

Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Air France ist nach dem Fund eines verdächtigen Gegenstandes außerplanmäßig in Kenia gelandet.

Die Boeing 777 mit 459 Passagieren und 14 Besatzungsmitgliedern war auf dem Weg von Mauritius nach Paris, als ein Passagier in einer Bordtoilette einen verdächtigen Gegenstand bemerkte, wie die kenianische Polizei mitteilte.

Zwischenzeitlich hatte die Betreibergesellschaft des Flughafens "Kenya Airports Authority" auf ihrer Facebookseite gemeldet, dass eine Bombe gefunden wurden. Dieser Post wurde später umformuliert. Seitdem ist nur noch von einem verdächtigen Gegenstand die Rede.

Der Langstreckenjet landete daher kurz nach Mitternacht Ortszeit am Sonntag auf dem Flughafen der Hafenstadt Mombasa. Alle Passagiere wurden über Notrutschen aus dem Flugzeug gebracht, wie Air France mitteilte.

Kenianische Experten entfernten den verdächtigen Gegenstand. Er werde von Sprengstoffexperten untersucht, teilte der Chef der kenianischen Polizei, Joseph Boinnett, mit.

Passagiere der notgelandeten Maschine wurden vorerst in Hotels gefahren.
Passagiere der notgelandeten Maschine wurden vorerst in Hotels gefahren.

Örtlichen Medienberichten zufolge konzentrierten sich die Ermittler auf zwei Verdächtige. Die Polizei bestätigte dies jedoch zunächst nicht.

Flug AF463 landete laut Air France am Sonntag um 0.36 Uhr (22.36 Uhr Samstag deutscher Zeit) in Mombasa. Das Bodenpersonal des Flughafens habe sich um die Passagiere gekümmert. Air France erklärte, die Passagiere sollten noch am Sonntagabend mit einer Ersatzmaschine nach Paris gebracht werden.

Der Passagier Benoît Lucchini schilderte dem französischen Fernsehsender BFMTV, dass die Fluggäste plötzlich gemerkt hätten, wie die Maschine in den Sinkflug ging. "Wir wussten nicht, was wirklich los war", sagte Lucchini. Es sei von einem technischen Problem die Rede gewesen. Das Kabinenpersonal habe vorbildlich dafür gesorgt, dass keine Unruhe aufkam.

In Paris mobilisierte Außenminister Laurent Fabius das Krisenzentrum seines Ministeriums.

Nach dem Zwischenfall in Mombasa blieb der Flughafen der Hafenstadt zunächst für einige Stunden gesperrt. Die Fluggesellschaft Kenya Airways stellte Passagiere daher auf Verspätungen bei einigen Flügen von und nach Mombasa ein.

Dieser Gegenstand soll auf der Bordtoilette gefunden worden sein.

UPDATE 16:15 Uhr: Wie die Gluggesellschaft mitteilte, handelte es sich bei dem verdächtigen Gegenstand um eine Atrappe. Demnach sei ein Pappkarton mit einer Zeitschaltuhr versehen worden.

Foto: dpa, Twitter


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