Deswegen muss ein Stadtteil von Nordhausen geräumt werden

Am 3. September rücken die Entschärfer in Nordhausen an.
Am 3. September rücken die Entschärfer in Nordhausen an.  © DPA

Nordhausen - Wegen der Entschärfung eines Blindgängers müssen erneut Tausende Menschen in Nordhausen ihre Wohnungen verlassen.

Am 3. September soll im Norden der Stadt eine Weltkriegsbombe gesprengt oder entschärft werden, wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte. Dafür seien umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen nötig, weil der Sprengkörper in der Nähe eines Neubaugebiets liege, erklärte ein Sprecher.

Auch zwei Pflegeheime und Teile des Klinikums befänden sich im dem Evakuierungsradius vom 1000 Metern rund um den Fundort. Bis zu 3000 Menschen müssten daher das Gebiet verlassen. Der Blindgänger wurde nach Angaben des Sprechers im Vorfeld von Bauarbeiten mit Hilfe von Luftbildern aufgespürt. Zu Herkunft, Art und Gewicht der Bombe konnte er zunächst keine Angaben machen. Details dazu sowie zu dem Einsatz sollen im Laufe der Woche folgen.

Nordhausen wurde im Zweiten Weltkrieg bei Bombardierungen Anfang April 1945 zu großen Teilen zerstört; 8800 Menschen starben.

Immer wieder waren in den vergangenen Jahren wegen der Entschärfung von Blindgängern teils großflächige Evakuierungen in der Stadt notwendig.

Titelfoto: DPA


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