Bombe in Köln-Zollstock erfolgreich entschärft!

Köln - In Köln-Zollstock ist am Mittwoch ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Bombe muss noch an diesem Tag entschärft werden, so die Stadt Köln in einer ersten Information.

In Köln-Zollstock wurde ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. (Symbolbild)
In Köln-Zollstock wurde ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. (Symbolbild)  © DPA

Der Fundort der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist die Kendenicher Straße 85.

Laut erster Einschätzung handelt es sich um eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit einem Langzeitzünder.

Der Zeitpunkt und wie viele Menschen von Evakuierungen betroffen sein werden, steht noch nicht fest.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und der Ordnungsdienst sind vor Ort.

Der vorläufige Gefahrenbereich wurde mit einem Radius von 500 Metern festgelegt.

Die Evakuierungen beginnen ab sofort teilte die Stadt Köln um 13.30 Uhr mit.

Der endgültige Evakuierungsbereich werde noch festgelegt.

Viele Bomben in den vergangenen Jahren in NRW gefunden

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 sind in Nordrhein-Westfalen bereits deutlich mehr Bomben gefunden worden als im gesamten Vorjahr.

Nach vorläufigen Zahlen des Innenministeriums wurden im Zeitraum von Januar bis Ende September 2138 Bomben entdeckt und entschärft.

Im gesamten Jahr 2017 waren es nur 1946 Bombenfunde gewesen. Im Jahr 2016 lag die Zahl noch bei 1392 Bomben.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 13.068 Kampfmittel gefunden und geräumt. Dazu zählen neben Bomben auch Granaten, Minen und weitere Sprengmittel.

Update, 15.11 Uhr

Etwa 2500 Menschen werden von Evakuierungen betroffen sein, teilte die Stadt Köln am Mittwochnachmittag mit. Die Militärringstraße und der Zollstockgürtel sollen nicht davon betroffen sein.

Update, 16.15 Uhr

Wegen der Entschärfung wird die Zugstrecke zwischen Köln und Bonn am Mittwochabend gesperrt. Betroffen sind ab circa 18 Uhr Nah- und Fernverkehrszüge in beide Richtungen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Unklar sei noch, wie lang die Sperrung andauern werde. Es werde voraussichtlich auch auf den Straßen zu Verkehrsbehinderungen kommen, so die Stadtverwaltung.

Update, 16.52 Uhr

Der erste Evakuierungsrundgang nach dem Bombenfund in Köln-Zollstock läuft noch. 38 Krankentransporte sind erforderlich, zwölf davon laufen noch. Die Militärringstraße und der Zollstockgürtel werden von den Straßensperren nicht betroffen sein.

Update, 18.20 Uhr

Das Gebiet rund um den Fundort der Weltkriegsbombe (Kendenicher Straße 85) ist abgesperrt und kann nur noch verlassen werden. Der zweite Klingeldurchgang hat begonnen. In einem Evakuierungsraum in der Europaschule halten sich derzeit 165 Anwohner auf.

Update, 18.36 Uhr

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die Freigabe zur Bomben-Entschärfung erhalten, da das Gebiet komplett evakuiert wurde. Der Ordnungs- und Verkehrsdienst ist mit rund 91 Kräften im Einsatz, die Feuerwehr mit 26, die Polizei mit 23 und die Hilfsdienste mit 44.

Update, 19.14 Uhr

Wie die Stadt Köln am Abend mitteilte, wurde die Bombe erfolgreich entschärft. Der Blindgänger wird nun verladen und eingelagert, bevor er zur Zerlegung in einen Fachbetrieb transportiert wird. Das Gebiet rund um den Fundort kann nun wieder betreten werden. Alle Sperrungen und Beschränkungen werden aufgehoben.

Die Straßensperren sind von der Polizei besetzt.
Die Straßensperren sind von der Polizei besetzt.  © Horst Konopke
Das Ordnungsamt und die Polizei sind vor Ort.
Das Ordnungsamt und die Polizei sind vor Ort.  © Horst Konopke
Der Evakuierungsbereich für den Blindgänger.
Der Evakuierungsbereich für den Blindgänger.  © Stadt Köln

Titelfoto: Horst Konopke

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