Bombe am Potsdamer Weihnachtsmarkt war DHL-Erpressung

Die Polizei verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen am Weihnachtsmarkt.
Die Polizei verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen am Weihnachtsmarkt.  © DPA

Potsdam - Das verdächtige Paket am Potsdamer Weihnachtsmarkt geht auf eine Erpressung des Paketdienstes DHL zurück.

Die am Freitag an eine Apotheke am Weihnachtsmarkt gesendete Lieferung mit einem Polenböller (TAG24 berichtete) stehe in diesem Zusammenhang, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (63, SPD) am Sonntag in Potsdam.

Der Bombenattrappe lag ein Erpresserbrief bei. Die Nachricht sei als so genannter QR-Code im Internet verschlüsselt worden, aber eindeutig rekonstruiert worden, sagte Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke.

Die Täter verlangten eine Millionensumme. Eine ähnliche Lieferung sei vor einiger Zeit in Frankfurt (Oder) aufgetaucht.

Der oder die Täter nähmen schwerste Verletzungen der Adressaten oder sogar deren Tötung billigend in Kauf, sagte Schröter. Es scheine sich nach bisherigen Erkenntnissen um regional agierende Täter zu handeln. Diese Tat sei besonders verwerflich.

Die Sicherheitsbehörden halten weitere Sendungen für möglich oder sogar wahrscheinlich, so der Polizeipräsident.

Update 15.58 Uhr:

Die Potsdamer Paketbombe ist nach Einschätzung der Ermittler nur zufällig direkt am Weihnachtsmarkt gelandet. "Es scheint Zufall zu sein, dass das Paket dorthin geschickt wurde", sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Sonntag.

Der Täter habe zum Beispiel auch nicht wissen können, ob das Paket direkt in der Apotheke am Weihnachtsmarkt geöffnet wird.

Titelfoto: DPA


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