Fliegerbombe in Hamburg gefunden: Entschärfung erfolgreich!

Hamburg - Bomben-Alarm in Hamburg-Wilhelmsburg: Auf einer Baustelle wurde ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Der Kampfmittelräumdienst ist im Einsatz und untersucht den gefundenen Blindgänger.
Der Kampfmittelräumdienst ist im Einsatz und untersucht den gefundenen Blindgänger.  © Blaulicht-News.de

Bauarbeiter entdeckten die Fliegerbombe nach ersten Informationen gegen 10 Uhr bei Abrissarbeiten auf einem Firmengelände am Reiherstieg-Hauptdeich.

Der Kampfmittelräumdienst ist im Einsatz und plant eine Entschärfung der Bombe im Laufe des Tages.

Derzeit steht noch nicht fest, ob dazu Häuser und Wohnungen evakuiert und Straßen gesperrt werden müssen.

Auch mehr als 70 Jahre nach Kriegsende liegen zahlreiche Blindgänger im Hamburger Boden. Der aktuelle Fund in Wilhelmsburg ist bereits der dritte innerhalb weniger Wochen.

Mitte Mai wurde ein Blindgänger in Heimfeld gefunden, Tausende Anwohner mussten wegen der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen.

Vor nicht ganz zwei Wochen gab es einen Bombenfund in Harburg. Dort waren aber nur 500 Menschen von der Evakuierung betroffen.

Update, 12.15 Uhr

Die Feuerwehr bringt einen Container des Kampfmittelräumdienstes zum Einsatzort.
Die Feuerwehr bringt einen Container des Kampfmittelräumdienstes zum Einsatzort.

Wie die Feuerwehr mitteilt, handelt es sich bei dem Blindgänger um eine 500-Pfund-Bombe mit Heckaufschlagzünder aus englischer Produktion.

Die Bombe sei auf dem ehemaligen Gelände der Punica-Getränkefirma bei Sondierungen in fünf Meter Tiefe gefunden worden.

Die Bombe wurde freigelegt und sollte entschärft werden.

Mittlerweile wurde eine Sperrzone von 300 Metern eingerichtet, in dem bis zu 80 Menschen leben oder arbeiten. Diese Zone muss während der Entschärfung evakuiert sein.

Zusätzlich ist eine Warnzone von 500 Metern eingerichtet. Darin darf sich niemand im Freien aufhalten.

Die S-Bahn ist von der Entschärfung nicht betroffen.

Update, 13.10 Uhr

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wurde auf dem Gelände bereits vor neun Jahren eine Fliegerbombe gefunden, die gesprengt werden musste.

Die jetzt gefundene Bombe soll dagegen entschärft werden. Das Vorhaben wird aber dadurch erschwert, dass sie in fünf Meter Tiefe und unter Wasser liegt. Taucher müssen die Bombe bergen, das ist natürlich ein Risiko. Wegen der Gewitter am Donnerstagmittag konnten sie noch nicht ins Wasser.

Wann die Bombe geborgen werden kann, ist unklar. Erst dann kann natürlich mit der Entschärfung begonnen werden.

Update, 13.30 Uhr

Nach jetzigem Stand ist Entschärfung für 15 Uhr geplant. Die Vorbereitungen dazu haben begonnen.

Die Polizei ruft Anwohner und Mitarbeiter im Sperrradius auf, den Bereich zu räumen.

Update, 13.55 Uhr

Die Bus-Linien 13, 151 und 152 werden im Bereich Wilhelmsburg umgeleitet, teilt die Hochbahn auf Twitter mit.

Wie lange die Beeinträchtigungen anhalten, ist derzeit unbekannt.

Update, 14.25 Uhr

Nach neuen Informationen des Bevölkerungsschutzes leben 180 Bewohner im Sperrradius. Für sie ist eine Notunterkunft in der Schule Dratelnstraße 26 eingerichtet.

Der Bus zum Transport steht in der Neuhöferstraße 26 bereit.

Update, 14.55 Uhr

Wie die Polizei mitteilt, gibt es für Fragen von Anwohnern und Firmen ein Bürgertelefon, das unter den Telefonnummern 040 4286 54424 und 040 4286 54427 erreichbar ist.

Die Entschärfung soll um 15 Uhr beginnen. Wegen der Sperrungen kommt es zu Verkehrsbehinderungen.

Der Bereich sollte weiträumig umfahren werden.

Update, 16.07 Uhr:

Bei Twitter konnte die Feuerwehr inzwischen Entwarnung geben: Die Fliegerbombe sei erfolgreich durch den Kampfmittelräumdienst entschärft worden.

Alle Straßensperrungen könnten wieder aufgehoben werden.

Titelfoto: Blaulicht-News.de

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