Bombenalarm auf Berliner Fanmeile: Polizei stoppt eiligen Fahrrad-Bastler

Berlin - Am Dienstagnachmittag löste ein selbstgebauter Akku einen Bombenalarm auf der Berliner Fanmeile aus. Die Polizei stufte die Apparatur an dem Fahrrad als gefährlich ein, wie der Tagesspiegel berichtet.

Polizisten gehen über die gesperrte Straße des 17. Juni, während nur wenige Fans die Übertragung des Achtelfinalspiels bei der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Schweden und der Schweiz verfolgen.
Polizisten gehen über die gesperrte Straße des 17. Juni, während nur wenige Fans die Übertragung des Achtelfinalspiels bei der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Schweden und der Schweiz verfolgen.  © Paul Zinken/dpa

Der Mann wollte mit seinem Rad, das er selbst zum E-Bike umgebaut hatte, den Eingang zur Fanmeile an der Ebertstraße als Abkürzung nutzen.

Dabei fiel den Beamten der Akku vorne am Rahmen ins Auge, der wie eine Metalflasche aussah und mit Drähten verbunden war.

Sie sahen darin eine potenzielle Gefahr nicht nur für die Besucher der Fanmeile, sondern auch für die angrenzenden Botschaften der USA, Großbritanniens und Frankreich. Daher lösten sie einen Alarm aus. Der 46-Jährige wurde umgehend von Polizeiwagen umstellt und an der Weiterfahrt gehindert.

Zusätzlich wurden in einem Umkreis von 50 Metern die Stände geräumt. Angeforderte Kriminaltechniker nahmen dann den Do-it-yourself-Akku unter die Lupe und konnten kurz darauf Entwarnung geben. Dennoch gab es kein Happy End in dieser Geschichte.

"Weder meine Erklärungen von der Funktionsweise noch mein Einwand, dass dies ein Fahrrad und kein Panzer sei, retten das Fahrrad vor der Demontage und den Fahrradakku vor der gewaltsamen Zerstörung mit der Wasserkanone", so der 46-Jährige zur Zeitung.

Zudem erwartet dem Bastler eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch, weil er ohne Kontrolle die Fanmeile passieren wollte.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa


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