Jetzt enthüllt! Bombendrohung vor Konzert

MOPO-Reporter Stefan Ulmen im Gespräch mit Prof. Gerhard Ehninger (62, re.).
MOPO-Reporter Stefan Ulmen im Gespräch mit Prof. Gerhard Ehninger (62, re.).

Von Stefan Ulmen

Dresden - Immer noch schwärmen viele vom Mega-Konzert am Montagabend auf dem Neumarkt, u.a. mit Herbert Grönemeyer (58), und der Botschaft aus Dresden für mehr Weltoffenheit und Toleranz.

Doch wie jetzt einer der Hauptinitiatoren, Prof. Gerhard Ehninger (62) vom Verein "Dresden - Place to be" gegenüber MOPO24 sagt, gab es vorher massive Anfeindungen.

Ehninger: "Es ging sogar eine Bombendrohung gegen die Veranstaltung ein!"

Das bestätigt Polizeisprecher Thomas Geithner (41) auf MOPO24-Anfrage: "Am Montag lag ein entsprechender Brief in unserer Poststelle bezüglich dieser Veranstaltung. Wir haben ihn geprüft und ,keine Ernsthaftigkeit' festgestellt. Trotzdem haben wir einen Sprengstoffsuchhund laufen lassen und die Bühne 'sauber' an die Veranstalter übergeben."

Rund 22.000 Menschen kamen am Montag auf den Neumarkt.
Rund 22.000 Menschen kamen am Montag auf den Neumarkt.

Reichlich 450 Polizisten seien im Einsatz gewesen, so Geithner.

Zu den verbalen Angriffen und Bedrohungen im Internet sagt Prof. Ehninger nur ein Wort: "Lügenpegida!"

Er stellte jedoch in keinem Fall Strafanzeige bei der Polizei, sondern fand einen sehr eigenen Weg. Er schaltete seine Anwälte ein und ging direkt auf die Droher zu. Ehninger dazu: "Manche müssen jetzt spenden, um eine Anzeige zu vermeiden. Also ... wir wehren uns."

Der Spendenstand hat sich nach seinen Worten übrigens auf 50.000 Euro erhöht. Aber noch fehlt viel Geld, denn die Gesamtkosten des Konzertes liegen bei 200.000 Euro.

Infos dazu unter: www.dresden-place-to-be.de

Veranstalter Ehninger: "Lügenpegida!"

Fotos: Ove Landgraf, Holm Helis


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