Bombendrohung in Kalifornien: Spur führt nach Sachsen

Hetzner Online in Falkenstein (Archivbild).
Hetzner Online in Falkenstein (Archivbild).

Chemnitz - Vergangene Woche waren in Los Angeles aus Furcht vor einer Bombendrohung 900 Schulen geschlossen worden (MOPO24 berichtete). Jetzt wurden auch Festplatten eines Servers beim Webhosting-Dienstleister Hetzner in dessen vogtländischem Rechenzentrum Falkenstein beschlagnahmt, wie "Freie Presse" berichtet.

Demnach werde auch gegen Hetzner ermittelt, denn: Die Bombendrohungen an verschiedene Behörden in Los Angeles und New York sollen von einer E-Mail-Adresse des Maildienstes cock.li verschickt worden sein, der die Speicherkapazitäten von Hetzner nutzt. Der Dienstleister sitzt in Gunzenhausen bei Nürnberg (Bayern), bestätigte am Mittwoch in einer Mail an die Kunden die Beschlagnahmungen von Festplatten.

Wie "Freie Presse" berichtet, wollte sich das Unternehmen, das in Falkenstein derzeit etwa 100 Menschen beschäftigt, nicht weiter dazu äußern.

Auch die Staatsanwaltschaft Zwickau mache keinerlei Angaben und verweise auf ein in den USA laufendes Ermittlungsverfahren.

Die Firma Hetzner Online mit Rechenzentren in Nürnberg und Falkenstein (Vogtland) zählt zu den bundesweit größten Dienstleistern für die Speicherung von Computerdaten.

Fotos: Ralph Köhler (1)


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