Bombendrohung in Zug-Toilette: Polizei gibt in der Nacht Entwarnung!

Neumünster - Schon wieder eine Bombendrohung! Die Polizei hat den Bahnhof Neumünster am Montagabend gesperrt.

Polizisten sperren den Bahnhof Neumünster ab.
Polizisten sperren den Bahnhof Neumünster ab.  © dpa/Carsten Rehder

In einer Bahn habe eine Zugbegleiterin auf einem Spiegel in der Toilette den Schriftzug "Bombe im Zug" entdeckt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Daraufhin seien der Zug im Bahnhof Neumünster evakuiert und der Verkehr unterbrochen worden.

Sprengstoffspürhunde sollten zum Einsatz kommen.

Näheres war zunächst nicht bekannt.

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es immer wieder Bombendrohungen gegen Gerichte und Bahnhöfe.

Zuletzt musste der Bahnhof in Pinneberg vorübergehend gesperrt werden.

In vielen Fällen sollen Neonazis hinter den Bombendrohungen stecken, die ihre Droh-Mails mit "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht" unterschrieben haben.

Bisher konnten die Drahtzieher nicht gefunden werden. Es wurde aber auch nie eine Bombe entdeckt.

Reisende stehen vor dem Bahnhof Neumünster, da er wegen einer Bombendrohung geräumt wurde.
Reisende stehen vor dem Bahnhof Neumünster, da er wegen einer Bombendrohung geräumt wurde.  © dpa/Carsten Rehder

Update, 21.51 Uhr: Ersatzbusse fahren

Die Bahn hat inzwischen für Reisende einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die pendeln von Brokstedt nach Kiel und in die Gegenrichtung.

Update, 21.59 Uhr: Sperrung bis 23 Uhr

Wie die Bahn auf Twitter mitteilte, wurde die Streckensperrung bis 23 Uhr verlängert.

Update, 2. April, 6.15 Uhr:

Die Untersuchungen durch die Polizei dauerten bis tief in die Nacht an. Gegen zwei Uhr gaben die Beamten schließlich Entwarnung. "Die Entschärfter haben in dem Zug keinen Sprengstoff gefunden", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Bei einer ersten Durchsuchung des Zuges habe ein Sprengstoffhund noch angeschlagen, der betreffende Waggon sei daraufhin sorgfältig geröntgt worden. Dabei seien keine gefährlichen Stoffe gefunden worden.

Ermittler sicherten anschließend Spuren im Zug. Auf den oder die Täter kommt, sofern sie geschnappt werden können, einiges zu: Das Vortäuschen einer Straftat wird mit einer Haftstrafe bis zu fünf Jahren geahndet.

Laut Deutscher Bahn wurde der Verkehr in der Nacht wiederaufgenommen. Es kann vereinzelt noch zu Verspätungen kommen.

Titelfoto: dpa/Carsten Rehder

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