Bombendrohung in Neumünster: Bekennerschreiben aufgetaucht!

Neumünster - Nur wenige Tage nach der Bombendrohung in einem Regionalexpress in Neumünster (TAG24 berichtete) liegt der Bundespolizei inzwischen ein Bekennerschreiben einer "Nationalsozialistischen Offensive" vor.

Polizisten stehen nach der Bombendrohung Anfang April vor dem Bahnhof in Neumünster.
Polizisten stehen nach der Bombendrohung Anfang April vor dem Bahnhof in Neumünster.  © DPA

Ein entsprechender Bericht des Hamburger Abendblatts wurde am Mittwoch von einem Sprecher der Bundespolizei bestätigt.

Das Schreiben sei als Mail beim der Zeitung eingegangen. Diese habe es dann am Dienstag direkt an die Ermittler weitergeleitet, sagte der Sprecher. Es sei im Tenor so wie die Schreiben nach einigen anderen Bombendrohungen gegen Rathäuser oder Gerichte im Norden in den vergangenen Wochen.

Seit Monaten gibt es eine deutschlandweite Serie von Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Politiker, Behörden oder Gerichte.

Die Berliner Staatsanwaltschaft, die federführend ermittelt, spricht inzwischen von deutschlandweit mehr als 100 Fällen.

Zuletzt musste auch der Bahnhof Pinneberg vorübergehend gesperrt werden, eine Bombe wurde auch hier nicht entdeckt (TAG24 berichtete). Auch der Lübecker Hauptbahnhof war bereits betroffen (TAG24 berichtete).

Die Bombendrohung am Bahnhof Neumünster hatte den Bahnverkehr für mehrere Stunden lahmgelegt.

Am Montagabend hatte eine Zugbegleiterin auf einem Spiegel in der Toilette in einem Regionalexpress in Neumünster den Schriftzug "Bombe im Zug" entdeckt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Beamte stehen am Lübecker Hauptbahnhof. (Archivbild)
Beamte stehen am Lübecker Hauptbahnhof. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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