125-Kilo-Fliegerbombe: Bombenentschärfung im Harz

Elbingerode - Seit 14 Uhr sind Polizei und weitere Einsatzkräfte in einem Waldstück bei Elbingerode (Landkreis Harz) mit der Entschärfung einer Fliegerbombe beschäftigt.

Bis zum Abschluss der Arbeiten soll die K1354 vollgesperrt bleiben.
Bis zum Abschluss der Arbeiten soll die K1354 vollgesperrt bleiben.  © 123rf/Udo Herrmann

Bei dem Sprengkörper soll es sich um eine 125-Kilo-Fliegerbombe handeln. Diese war laut einer Sprecherin des Kampfmittelbeseitigungsdienstes durch Pilzsammler aufgefunden worden.

"Die Leute hatten zunächst lediglich einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Daraufhin alarmierten sie die Polizei, die dann vor Ort feststellte, dass es sich um eine Bombe handelt", so die Sprecherin, die das besonnene Handeln der Sammler lobte. "Sie haben durch ihren Anruf genau das Richtige getan."

Durch die Arbeiten ist aktuell das gesamte Waldgebiet sowie die K1354 weiträumig bis zu 1000 Meter evakuiert und vollständig gesperrt, wie die Polizei mitteilt. Bis zum Abschluss der Entschärfung soll die K1354 vollgesperrt bleiben. "Wann damit zu rechnen ist, können wir aktuell noch nicht sagen. Derzeit müssen wir noch entscheiden, ob wir die Bombe entschärfen können oder gesprengt werden muss", sagte die Sprecherin gegenüber TAG24.

Beides sei derzeit im Raum des Möglichen. "Es gibt eine Hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir sprengen, weil der Sprengmeister meint, dass er an der Bombe nicht sehr viel Spielraum hat. Eine Entschärfung wollen wir allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausschließen."

Am Einsatz sollen Kräfte der Bereitschaftspolizei, des Polizeireviers Harz und des Landkreises Harz einschließlich der Feuerwehr sowie des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beteiligt sein. Auch ein Hubschrauber soll vor Ort sein, um das Gebiet aus der Luft abzusichern.

"Glücklicherweise mussten wir kein Wohngebiet evakuieren. An der Talsperre hatten sich lediglich ein paar Angler aufgehalten", erklärte Bettina Moosbauer vom Polizeirevier Harz gegenüber TAG24. 84 Polizeibeamte sollen derzeit mit der Absicherung beschäftigt sein.