Weltkriegsbomben in Oranienburg entschärft!

Oranienburg - Die Zünder der beiden in Oranienburg gefundenen amerikanischen Weltkriegsbomben sind noch intakt, am Donnerstag werden sie entschärft.

Seit 8 Uhr ist deshalb ein Sperrbereich mit rund 1000 Metern Radius um die Fundstelle am Treidelweg eingerichtet.
Seit 8 Uhr ist deshalb ein Sperrbereich mit rund 1000 Metern Radius um die Fundstelle am Treidelweg eingerichtet.  © Julian Stähle

Ab 8 Uhr werde deshalb ein Sperrbereich mit rund 1000 Metern Radius um die Fundstelle am Treidelweg eingerichtet, teilte die Verwaltung am Mittwoch mit.

Rund 5100 Menschen müssen bis voraussichtlich 19 Uhr den Bereich verlassen.

Zum 206. und 207. Mal seit der Wende stehen Beseitigungen von Weltkriegsbomben in der Kreisstadt im Landkreis Oberhavel an. Die Region war im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert worden.

Ist eine Entschärfung nicht möglich, müssten die beiden Bomben gesprengt werden, sagte Stadtsprecher Gilbert Collé.

Im Sperrkreis befinden sich auch Teile der Klinik Oranienburg. Die Rettungsstelle bleibt geöffnet, die Anfahrt für ambulante Patienten läuft über die Berliner Straße/Robert-Koch-Straße, wie die Klinik am Mittwoch mitteilte.

Auch der Zugverkehr ist betroffen: Zwischen Birkenwerder und Oranienburg fahren Busse im 20-Minuten-Takt, der S-Bahnhof Lehnitz wird nicht angefahren. Auch im Regionalverkehr kommt es zu Einschränkungen.

In dem Bereich befinden sich auch Wohngrundstücke. Für Anwohner sind Anlaufstellen im Regine-Hildebrandt-Haus, dem Bürgerzentrum und der Turnhalle Germendorf eingerichtet.

Die 500 Kilogramm schweren Bomben amerikanischer Bauart waren im April auf einem Grundstück bei der systematischen Kampfmittelsuche entdeckt worden. Die Bomben liegen in rund sechs Metern Tiefe.

Update, 16.47 Uhr: Zweiter Sprengkörper entschärft

Nach der ersten Weltkriegsbombe ist in Oranienburg am Donnerstagnachmittag auch der zweite 500 Kilogramm schwere Sprengkörper entschärft worden. Das teilte die Stadt Oranienburg mit. Der Sperrkreis sollte um 16.45 Uhr aufgehoben werden, hieß es. Damit wurden die 206. und 207. Bombe in Oranienburg seit der Wende entschärft.

Update, 14.13 Uhr: Erste Bombe entschärft

Mittlerweile konnte die erste Bombe entschärft werden.
Mittlerweile konnte die erste Bombe entschärft werden.  © Julian Stähle

Update, 11.27 Uhr: Nach kurzem Touri-Schock: Entschärfung hat begonnen!

Die Entschärfung zweier Weltkriegsbomben in Oranienburg hat begonnen. "Der Sperrbereich ist gesichert und geräumt, die Entschärfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst läuft nun an", ein Sprecher der Stadt am Vormittag.

Ein französisches Urlauberpaar hatte die Entschärfung offenbar nicht mitbekommen. "Das Paar wartete am S-Bahnhof Lehnitz vergeblich auf die S-Bahn", sagte der Sprecher. Der Bahnhof lag im Sperrbereich und wurde nicht angefahren.

Das französische Touristen-Paar wartete am S-Bahnhof Lehnitz.
Das französische Touristen-Paar wartete am S-Bahnhof Lehnitz.  © Julian Stähle

Update, 08.55 Uhr: Polizei hat Sperrkreis eingerichtet!

Wie die Polizei mitteilte, wurde bis 8 Uhr ein Sperrkreis von etwa 1000 Metern rund um den Fundort am Treidelweg, südlich des Bahnhofs, eingerichtet. Polizeibeamte rückten aus, um die Gegend zu kontrollieren. Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld mitgeteilt, dass rund 5100 Menschen von der Räumung betroffen sind.

Zum 206. und 207. Mal seit der Wende stehen Beseitigungen von Weltkriegsbomben in der Kreisstadt im Landkreis Oberhavel an. Die Region war im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert worden.

In Oranienburg wurden schon im Juni zwei Weltkriegsbomben entschärft.
In Oranienburg wurden schon im Juni zwei Weltkriegsbomben entschärft.

Titelfoto: Julian Stähle

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