Bombenentschärfung in Schwerin: Zahlreiche Züge fallen aus

Schwerin - Zwei Weltkriegsbomben sollen am Freitag (11.30 Uhr) in Schwerin entschärft werden.

Eine entdeckte Fliegerbombe. (Archivbild)
Eine entdeckte Fliegerbombe. (Archivbild)  © DPA

Sie liegen im Siebendörfer Moor am südwestlichen Stadtrand und waren bei der Auswertung von Luftbildern im Boden entdeckt worden. Eine Woche später, am 22. Juni, ist die Sprengung von drei weiteren Blindgängern in dem Moor geplant. Sie haben im Unterschied zu den anderen beiden einen Langzeitzünder. Nach Auskunft der Stadtverwaltung wäre deshalb eine Entschärfung zu gefährlich.

Alle fünf 250-Kilogramm-Bomben sollen von der Fundstelle weg gebracht werden, weil in unmittelbarer Nähe eine Hochspannungsleitung, eine Gasleitung und eine Bahnstrecke verlaufen. Die Beseitigung der Bomben sollte ursprünglich bereits Anfang Juni beginnen. Weil aber Wasser in Gruben mit Langzeitzünder-Bomben eingedrungen war, mussten bereits drei Termine abgesagt werden. Inzwischen wurden die Probleme gelöst, wie es hieß.

Die Entschärfung führt zu Einschränkungen für die Bevölkerung. In einem Umkreis von 1000 Metern müssen die Menschen ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen. Betroffen sind nach Angaben der Stadt 14 Anwohner und 15 Gewerbetreibende.

Der Nahverkehr wird eingeschränkt, Züge fallen über Mittag zwischen Schwerin-Hauptbahnhof und Holthusen/Plate aus.

Betroffen sind die Strecken Schwerin-Hamburg und Schwerin-Ludwigslust. Die Bahn richtet einen Schienenersatzverkehr ein.


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