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Jüdischer Professor angegriffen: Polizei verhaftet versehentlich das Opfer

Polizei nimmt nach antisemitischer Straftat in Bonn zunächst den Geschädigten fest

Nach einem antisemtisch motivierten Angriff auf einen Mann in Bonn hat die Polizei zunächst den Geschädigten für den Täter gehalten und fixiert.

Von Philipp Hambloch

Bonn – Nach einer antisemitischen Straftat im Bereich des Bonner Hofgartens hat die Polizei zunächst das Opfer für den Täter gehalten und bei der Festnahme verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde ebenfalls verhaftet und kam in eine Psychiatrie.
Die Polizei hielt das Opfer zunächst für den Täter und brachte diesen zu Boden (Symbolbild).
Die Polizei hielt das Opfer zunächst für den Täter und brachte diesen zu Boden (Symbolbild).

Nun laufen einerseits Ermittlungen wegen des antisemitisch motivierten Angriffs und andererseits gegen die Polizisten wegen Körperverletzung im Amt.

Die eigentliche Straftat hatte sich am Mittwochnachmittag gegen 14.30 Uhr in der Nähe des Bonner Hofgartens ereignet.

Dort war ein israelischer Hochschulprofessor (50), der in den USA lebt, zusammen mit einem Bekannten unterwegs. Ein Unbekannter sprach ihn auf die von ihm getragene Kippa an. Es folgten Beleidigungen und tätliche Angriffe. Der junge Mann (20) schlug dem 50-Jährigen mehrfach die Kippa vom Kopf und äußerte dabei unter anderem "Kein Jude in Deutschland".

Der Begleiter rief die Polizei, der Geschädigte wehrte sich gegen die Angriffe. Als der Angreifer die Signaltöne der Polizeiwagen hörte, ließ er ab und flüchtete in Richtung 'Alter Zoll'. Der geschädigte Professor verfolgte den Angreifer.

Dann kam es zu einer folgenschweren Verwechslung. Die eingetroffenen Beamten hielten den Geschädigten für den Täter und brachten diesen zu Boden. Da sich der Mann wehrte, schlugen ihm die Polizeibeamten auch ins Gesicht.

Das Missverständnis konnte durch den Begleiter schnell aufgeklärt werden. Zudem wurde der Angreifer, ein 20-jähriger Deutscher mit palästinensischen Wurzeln, festgenommen. Er war bereits mehrfach wegen Drogen- und Gewaltdelikten auffällig geworden. Bei ihm bestand der Verdacht auf Drogeneinfluss.

Nach einer Blutprobe und einer ärztlichen Untersuchung wurde der Mann nach Angaben der Polizei in eine Psychiatrie eingeliefert. Der Staatsschutz hat in "enger Abstimmung" mit der Bonner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.

Ermittlungen und Entschuldigungen

Im Bonner Hofgarten passierte die Straftat.
Im Bonner Hofgarten passierte die Straftat.

Da es zudem Hinweise auf Fehlverhalten der eingesetzten Beamten gibt, hat in diesem Fall das Polizeipräsidium Köln übernommen. Die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa hat sich am Donnerstagmorgen mit dem Geschädigten getroffen und bat um Entschuldigung.

Es sei ein "schreckliches und bedauerliches Missverständnis" gewesen und man werde genau prüfen, wie es zu dieser Situation gekommen sein. Gegen die betroffenen Beamten besteht der Verdacht auf Körperverletzung im Amt.

Update, 14.00 Uhr: Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich für Fehler der Polizei nach einem antisemitischen Angriff in Bonn entschuldigt. Es sei offenbar zu einem "verhängnisvollen Missverständnis" der Polizei gekommen, sagte der CDU-Politiker der "WAZ". Dafür habe er das Opfer am Donnerstag telefonisch um Entschuldigung gebeten.

Die antisemitische Straftat selbst sei "abscheulich", sagte Reul. "Wir werden nicht zulassen, dass in Deutschland wieder Hatz auf Juden gemacht wird."

Update, 16.36 Uhr: Auch die Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (64, parteilos), kommentierte den Übergriff: „Dass bei dem gestrigen Angriff in Bonn ein von der Universität eingeladener Wissenschaftler zum Opfer einer antisemitischen Attacke geworden ist, schockiert mich als Wissenschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen ganz besonders."

Sie sagte weiter: "Nicht nur die Bonner Universität steht für einen freien, internationalen Wissenschaftsaustausch, den wir gegen jeden Angriff schützen müssen. Uns muss klar sein, dass mit jedem dieser Angriffe auch unsere freie, demokratische Gesellschaft attackiert wird. Das gilt für die Attacken einzelner Personen ebenso wie für antisemitische und rassistische Aktionen organisierter Gruppen.“

Update, 17.25 Uhr:

Der Tatverdächtige ist wieder auf freiem Fuß. Nach Angaben eines Polizeisprechers hätten die Ärzte in der Psychiatrie nicht finden können, was einen weiteren Klinikaufenthalt rechtfertigen würde.

Fotos: Bild-Collage dpa/dpa, DPA

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