Tödlicher Schuss auf Kollegen (†23): Prozess gegen Polizist startet

Bonn - Nach einem tödlichen Schuss auf einen Kollegen muss sich ein junger Polizist in Bonn ab Donnerstag (15. August) vor dem Landgericht verantworten.

Ein Polizeiauto vor der Polizei Bonn.
Ein Polizeiauto vor der Polizei Bonn.  © Roberto Pfeil/dpa

Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben, diese wurde zur Hauptverhandlung zugelassen.

Der tödliche Vorfall hatte sich Ende November auf dem Gelände der Bundespolizei in Sankt Augustin ereignet - nach Angaben des mittlerweile 23 Jahre alten Polizisten nach Ende einer Schießübung mit Waffenattrappen.

Die Beamten seien aufgefordert worden, ihre scharfen Waffen zu holen und zum Schießstand zu gehen.

Nachdem er seine Pistole aus dem Spind geholt hatte, will der Polizist das Gefühl gehabt haben, dass die Waffe nicht richtig in das Holster eingerastet war.

Nach eigenen Angaben nahm er sie daraufhin wieder heraus und drehte sie leicht in der Hand, um sie anzuschauen. In diesem Moment habe ihn ein Geräusch aufgeschreckt - und sein Finger habe sich um den Abzug gekrümmt.

Ein Schuss löste sich und traf den 23 Jahre alten Kollegen. Der von der Kugel am Hals verletzte Polizist starb rund zwei Wochen nach dem Vorfall.

Ein Auto vor der Polizei in Bonn.
Ein Auto vor der Polizei in Bonn.  © DPA

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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