Sanierung der Beethovenhalle in Bonn wird zum Millionengrab

Bonn – Die Sanierung der denkmalgeschützten Beethovenhalle in Bonn verzögert sich weiter, auch die Baukosten steigen.

Die Beethovenhalle in Bonn (Archivbild).
Die Beethovenhalle in Bonn (Archivbild).  © DPA

Mehrere auf der Baustelle beschäftigte Firmen hätten gekündigt, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Dies habe Auswirkungen auf den Kosten- und Zeitplan.

Die Instandsetzung der 1959 eröffneten Konzerthalle sollte eigentlich 2020 beendet sein. Jedoch spielt die Halle beim Beethovenfest zum 250. Geburtstag des in Bonn geborenen Komponisten im nächsten Jahr keine Rolle mehr.

Die Stadt geht nun von einer Fertigstellung im Jahr 2022 aus. Neue Ausschreibungen seien nötig.

Ursprünglich waren 61,5 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt worden. Die jüngste Schätzung belief sich auf 103 Millionen Euro, jedoch werden laut der Stadt die Kosten schon wegen neuer Ausschreibungen wohl weiter steigen. Eine Summe nannte die Kommune nicht.

In der Beethovenhalle wurden in der Bonner Republik die Bundespräsidenten gewählt.

Ein Grund für Probleme mit dem Nachkriegsbau sind schlechte Abstimmungen der an der Baustelle Beteiligten. Zudem erwiesen sich der Baugrund als schwierig und die Unterlagen über frühere Maßnahmen als unvollständig.

Titelfoto: DPA

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