Unglaublich: 600 verloren geglaubte Bücher sind wieder da

Bonn – Über 70 Jahre nach ihrem Verschwinden kehren 645 Bücher in den Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) zurück.

Ulrich Meyer-Doerpinghaus (l), Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, und Dezernent Michael Herkenhoff, schauen auf Bücher aus dem Vorkriegsbestand.
Ulrich Meyer-Doerpinghaus (l), Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, und Dezernent Michael Herkenhoff, schauen auf Bücher aus dem Vorkriegsbestand.  © dpa/Volker Lannert/Uni-Bonn

Es sei die größte Rückgabe in der Geschichte der Bibliothek, teilte die ULB am Donnerstag mit.

Die Bände waren in der Nachkriegszeit verloren gegangen und galten seither als verschollen.

"Es handelt sich um immense kulturelle und materielle Werte", sagte Bibliotheks-Dezernent Michael Heckenhoff. Darunter sind demnach mittelalterliche Handschriften, Urkunden und Karten.

Vor zwei Jahren waren einzelne Stücke aus der Sammlung beim Londoner Auktionshaus Sotheby's aufgetaucht.

Eine Belgierin hatte sie angeboten. Sie gab an, die Bände geerbt zu haben. Das Auktionshaus informierte die ULB, die daraufhin die Rückgabe organisierte. Wie die wertvollen Schriften nach Belgien gelangt sind, ist unklar.

Die ULB nimmt an, dass bei den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg und in den Wirren nach Kriegsende bis zu 180.000 Bände aus ihrem Bestand verloren gegangen sind.

Die Bände waren nach dem Zweiten Weltkrieg unter ungeklärten Umständen aus Bonn verschwunden.
Die Bände waren nach dem Zweiten Weltkrieg unter ungeklärten Umständen aus Bonn verschwunden.  © Volker Lannert/Uni-Bonn

Titelfoto: dpa/Volker Lannert/Uni-Bonn


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