Bonner OB: Total-Umzug nach Berlin ist Geld-Verschwendung

Bonn - Der Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU) hält eine komplette Verlegung aller Bundesministerien nach Berlin für Geldverschwendung.

Oberbürgermeister Sridharan (CDU) hält einen Total-Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin für nicht sinnvoll.
Oberbürgermeister Sridharan (CDU) hält einen Total-Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin für nicht sinnvoll.

Die Arbeitsteilung zwischen Bonn und Berlin koste im Jahr acht Millionen Euro. "Setzen Sie die Kosten einmal ins Verhältnis zu den Umzugs- und Baukosten für jene Bonner Ministerien, die nach Berlin umziehen müssten", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Wie lange könnte dafür wohl gependelt werden? 100 Jahre?"

Inzwischen seien nur noch 33 Prozent der ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn, beklagte Sridharan. "Deshalb brauchen wir einen Vertrag mit der Bundesregierung.

Dabei geht es darum, Strukturen zu erhalten und zu stärken, die geschaffen wurden, damit Bonn in bestimmten Bereichen weiterhin seine Aufgaben für das ganze Land erfüllen kann."

Die UN-Institutionen, die sich seit dem Wegzug der Bundesregierung in Bonn angesiedelt hätten, seien zum Beispiel auf Ansprechpartner im Umwelt- und im Entwicklungsministerium angewiesen.

Bonner Kompetenz bei Telekommunikation und Cyber-Sicherheit

Eine starke Kompetenz-Bündelung gebe es auch für die Bereiche Telekommunikation und Cyber-Sicherheit.

"Die Bundesregierung hat 25 Jahre lang entsprechend dem Berlin/Bonn-Gesetz diese Politikbereiche in Bonn gestärkt, weil hier die Expertise vorhanden war und ist. Dieses Kompetenz-Zentrum ohne Not aufs Spiel zu setzen, erscheint nicht effizient."

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn.  © DPA

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