Boote, Fahrräder und Drohnen: Bayerns Polizei ist auf alles vorbereitet

München - Den derzeit rund 42.000 bayerischen Polizisten steht ein umfangreicher Fuhrpark zur Verfügung.

Die Fahrradstreifen kümmern sich besonders um andere Radler.
Die Fahrradstreifen kümmern sich besonders um andere Radler.  © DPA

Im aktuellen Haushalt sind laut Innenministerium für Anschaffungen von Fahrzeugen rund 26 Millionen Euro vorgesehen. Damit wird auch in moderne Technik wie Drohnen investiert, die in manchen Situationen den wetteranfälligen Hubschraubern überlegen sind.

Der Fuhrpark der bayerischen Polizei im Überblick:

Streifenwagen: Knapp 8000 Streifenfahrzeuge sind im Polizei-Look und in zivil auf Bayerns Straßen unterwegs. 270 davon sind für unwegsames Gelände geeignet, etwa für Einsätze in der Alpenregion. Ergänzt wird der Bestand durch 235 Motorräder.

Fahrräder: Vor allem in bayerischen Innenstädten patrouillieren Polizisten auch auf dem Rad. Etwa 750 Räder stehen dafür im Dienst der Polizei. Staut sich der Verkehr oder gibt es Einsätze in Parks, sind die Zweirad-Kollegen bisweilen schneller vor Ort als jene im Streifenwagen. Die Räder hätten sich "außerordentlich bewährt und sind hervorragend für Einsatzzwecke geeignet", sagte kürzlich Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Zum Teil können die Beamten auch auf modernen Elektro-Fahrrädern fahren. 15 davon sind im Einsatz.

Mit den Drohnen können Vermisste anhand ihres Handysignals geortet werden.
Mit den Drohnen können Vermisste anhand ihres Handysignals geortet werden.  © DPA

Drohnen: Seit 2015 ist die Polizei mit Drohnen, offiziell Multicopter genannt, ausgestattet. Mittlerweile gehören insgesamt acht Geräte zur Ausstattung - zum Teil in einer Testphase, die bis Ende des Jahres dauert. Das Landeskriminalamt setzt bereits Geräte ein, die unter anderem Handysignale von Vermissten orten können. Zum Einsatz kommen Drohnen aber auch, um schwere Verkehrsunfälle zu dokumentieren und Gefahrenlagen aufzuklären - etwa, wenn Gefahrstoffe ausgetreten sind.

Hubschrauber: Acht Polizeihubschrauber sind in Bayern unterwegs - tagsüber und nachts. Sie werden vor allem eingesetzt, um nach vermissten oder flüchtigen Menschen zu suchen, aber auch um den Verkehr auf stark befahrenen Autobahnen zu überblicken oder bei Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest oder der Sicherheitskonferenz die Lage im Blick zu behalten.

Insgesamt verfügt die bayerische Polizei über 42 Boote.
Insgesamt verfügt die bayerische Polizei über 42 Boote.  © DPA

Streifenboote: 42 Boote gehören zum Bestand - darunter 13 geschlossene Strecken- und Streifenboote und 26 offene Boote. Diese sind in der neuesten Generation bis zu 60 Stundenkilometer schnell und eignen sich auch für Fahrten in seichten Gewässern. Zudem sind sie besonders wendig und damit auch für die Kontrolle von Sportskippern geeignet. Sie fahren auf Flüssen und Seen wie dem Starnberger See oder dem Tegernsee.

Wasserwerfer: Um bei Demonstrationen gewaltbereite Menschenmengen unter Kontrolle zu halten, nutzt die Polizei Wasserwerfer. Drei Exemplare des neuesten Modells WaWe 10 mit 408 PS unter der Haube gibt es in Bayern. Die 10.000 Liter Wasser im Tank können auch eingesetzt werden, um etwa brennende Barrikaden zu löschen. Der Kommandostand im Inneren ist mit fünf Beamten besetzt. Hinzu kommen zwei Fahrzeuge des Vorgängermodells WaWe 9, die in den kommenden zwei Jahren ausgetauscht werden sollen. Sie sind stationiert in München, Dachau und Nürnberg.

Die Gewerkschaft der Polizei ist mit der Ausstattung im Freistaat weitgehend zufrieden. Lediglich bei der Ausstattung aller Präsidien mit gepanzerten Fahrzeugen für Bedrohungslagen gebe es Lieferschwierigkeiten, außerdem benötige die Kriminalpolizei mehr Spezialautos mit besonderer Ausstattung.


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