Rassistisch wie eh und je: Borat ist zurück und auf der Seite von Donald Trump!

Kalifornien - Borat ist zurück! Comedian Sacha Baron Cohen (47) verkleidete sich zwölf Jahre nach seinem kultigen Kinofilm noch einmal als der kasachische TV-Moderator, der die USA mit seinen schrägen Ansichten erobert.

Nahm die Wähler von Donald Trump gekonnt auf die Schippe: Sacha Baron Cohen als Borat.
Nahm die Wähler von Donald Trump gekonnt auf die Schippe: Sacha Baron Cohen als Borat.  © DPA

Für die TV-Show von Moderator Jimmy Kimmel (50), wo der Satiriker zu Gast war, ging er in Kalifornien von Haus zu Haus und interviewte die Leute, um für US-Präsident Donald Trump (72) zu werben.

Dabei trat er mit großer Freude von einem Fettnäpfchen ins nächste.

In gebrochenem Englisch klopfte er an eine Haustür - und eine Frau machte auf!

Für den sexistischen Borat nicht gerade toll! Er fragte sie, ob irgendein Mann im Haus sei, mit dem er reden könne, was die Frau verneinte.

Als sie dann auch noch sagte, dass sie seit sie alt genug ist, wählen geht, fragte Borat entgeistert: "Das ist nicht gegen das Gesetz?!"

Die Frau, die nicht wusste, wer Borat ist, verneinte und er rümpfte angewidert die Nase.

Doch er ließ sich davon nicht abschrecken und kam auf die "bösen Fake-News-Menschen" zu sprechen, die sagen würden, dass Trump böse zu Kindern von Immigranten sei:"Wir haben gehört, dass er sie in Käfigen hält, ist das wahr? High-Five!"

Sacha Baron Cohen (l.) schlüpfte zwölf Jahre nach dem erfolgreichen Kinofilm noch einmal in die Rolle von Borat (r.).
Sacha Baron Cohen (l.) schlüpfte zwölf Jahre nach dem erfolgreichen Kinofilm noch einmal in die Rolle von Borat (r.).  © DPA

Die Frau nimmt diesen Spruch ernst und diskutiert mit Borat über "Käfighaltung": "Ein Käfig ist für sie der schönste Platz, an dem sie jemals waren", schlussfolgert Borat.

Die Frau, die überhaupt nicht begreift, dass sie vorgeführt wird, hat einige sehr interessante Ansichten. Trump sei ein "Menschenfreund" und man wolle "nicht wie die Immigranten sein."

Denn: "Das ist nicht Amerika, das ist nicht die amerikanische Art."

Anschließend geht Borat weiter zu einem rüstigen Herren, der Borat verbessert, weil der immer von "Premier", statt "Präsident" Trump spricht.

"Ich denke, er ist ein guter Präsident", meint der Mann.

Die "Fake-News-Menschen" würden behaupten, Trump sei ein Rassist, was der Mann aber nicht glaubt.

Borat fragt eiskalt nach: "Wo ist Problem, ein Rassist zu sein? Ich bin ein Rassist und das ist schön."

Für ihn spielte Sacha Baron Cohen nochmal seinen Kult-Charakter Borat: US-Moderator Jimmy Kimmel.
Für ihn spielte Sacha Baron Cohen nochmal seinen Kult-Charakter Borat: US-Moderator Jimmy Kimmel.  © DPA

Anschließend fragt Borat, ob er die Toilette des Mannes benutzen darf.

Er bekommt die Erlaubnis - ein folgenschwerer Fehler, denn nun duscht sich Borat, macht sich frisch und kommt nur mit Handtuch bekleidet wieder aus dem Bad. Der Hausbesitzer war sichtlich fassungslos.

Kurz darauf geht Borat zum nächsten Wahllokal.

Dort der Schock: 72 Prozent der Juden haben die Demokraten gewählt!

Sein Plan, um sie zu stoppen: Er wirft Schweinefleisch vor ihnen auf den Gehweg und sagt wie Gandalf in "Der Herr der Ringe": "Du kommst nicht vorbei!"

Das war er wieder, der böse schwarze Humor von Cohen, der vielen Menschen zu weit geht.

Doch auch in diesem fünfminütigen Video geht es wieder darum, Grenzen auszutesten und über Humor auf Missstände aufmerksam zu machen. Beides ist dem gebürtigen Londoner wieder mal gelungen.

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