"Ausgemerkelt": Das sagt Boris Palmer zum AKK-Paukenschlag!

Tübingen - Paukenschlag im politischen Berlin: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (57) hat bekannt gegeben, dass sie sowohl auf die Kanzlerkandidatur verzichten als auch den Parteivorsitz abgeben will. Nun hat sich Boris Palmer (47, Grüne) dazu deutlich geäußert.

"Es gibt keine konservative Partei mehr in Deutschland", so Boris Palmer.
"Es gibt keine konservative Partei mehr in Deutschland", so Boris Palmer.  © DPA

Deutschlands wohl bekanntester Oberbürgermeister kommentierte das Geschehen wie immer auf seiner Facebook-Seite. Seinen Beitrag überschrieb Palmer mit "Ausgemerkelt".

Gleich zu Beginn stellte der 47-Jährige klar: "Ich finde den Rückzug von AKK richtig." Den Grund liefert der bekannte Grünen-Politiker gleich hinterher: "Sie ist nie im Amt angekommen."

Die CDU unter Merkel habe ihre politische Rolle nicht mehr wahrgenommen: "Es gibt keine konservative Partei mehr in Deutschland. Merkel hat so viel SPD und Grün aufgenommen, dass von Union nicht mehr viel übrig blieb."

Das sei auch schlecht für SPD und Grüne. Die einen zehrten sich an der Macht aus, den anderen bleibe die Macht verwehrt.

"Gut also, wenn die Union nach Merkels Versuch, durch AKK ihre Ära zu verlängern, wieder zu sich selbst findet", so Palmer.

Folgt Friedrich Merz auf AKK?

Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Pressekonferenz am Montag.
Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Pressekonferenz am Montag.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Die mögliche Reaktion darauf nimmt der Ausnahme-Grüne gleich vorweg.

"Logischerweise wird dass dann von Links als Rechtsruck kritisiert werden. Daran ist nichts schlimm. Parteien müssen unterscheidbar sein und rechts hat in der Demokratie die gleiche Berechtigung wie links, solange das Grundgesetz geachtet wird", schreibt Tübingens Stadtoberhaupt.

In den Kommentaren unter dem Posting trafen Palmers Worte auf offene Ohren - und viel Lob. "Dem gibt es absolut nichts, gar nichts hinzuzufügen! Anerkennung für klare Worte eines Grünen", ließ ein User wissen. "

Der einzige Grüne mit Verstand", lobte ein anderer. Ein weiterer schrieb: "Danke für die klaren Worte."

Ein Nutzer hatte hingegen sogar schon jemanden im Kopf, der AKK im Amt nachfolgen könnte: "Friedrich!! Friedrich!! Friedrich Merz!! Bitte mach es jetzt!!" Mehr Zeit fürs Politische dürfte Friedrich Merz (64) bald haben. Kürzlich hatte er angekündigt, seinen Aufsichtsrats-Chefposten beim Vermögensverwalter Blackrock aufzugeben, um sich mehr in der CDU einzubringen...

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