So witzig reagiert die BVG auf Boris Palmers Bahn-Kritik

Berlin - Den Shitstorm hat Boris Palmer kommen sehen und doch ließ er sich von seinem Post gegen die Deutsche Bahn nicht abbringen. Der Grund: Der Oberbürgermeister von Tübingen war mit der Auswahl der abgebildeten Personen auf der Website der Deutschen Bahn nicht einverstanden.

Boris Palmer sorgte für einen Shitstorm.
Boris Palmer sorgte für einen Shitstorm.  © DPA

Das Unternehmen wirbt mit prominenten Gesichtern unterschiedlicher Hautfarben, unter anderem mit den dunkelhäutigen Sterne-Koch Nelson Müller und die türkisch-stämmigen Moderatorin Nazan Eckes.

"Der Shitstorm wird nicht vermeidbar sein. Und dennoch: Ich finde es nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die 'Deutsche Bahn' die Personen auf dieser Eingangsseite ausgewählt hat", schrieb Palmer am Dienstag auf Facebook. "Welche Gesellschaft soll das abbilden?"

Mit einer Sache sollte der 46-Jährige Recht behalten. Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten. Während sich TV-Koch Nelson Müller diskriminiert fühlte, forderten einige seiner Parteikollegen sogar den Austritt des Grünen-Politikers.

Das kommt für Palmer aber nicht in Frage: "Ich halte das für den Ausdruck einer antidemokratischen Debattenverweigerung", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Ich vertrete die Werte dieser Partei gegen solche Meinungstyrannen und lasse mich dadurch in keiner Weise beeindrucken."

Die BVG reagierte wie immer - mit viel Humor. Auf Twitter und auf Facebook zeigten sie, wie der Post auch anders gehen kann. Dabei sitzen diesmal die Maus, SpongeBob-Schwammkopf, der Weihnachtsmann und Comic-Held Spiderman in der U-Bahn. Dazu der Text: "Der Shitstorm wird nicht vermeidbar sein. Aber welche Gesellschaft soll das abbilden?"

Boris Palmer ist nicht das erste prominente Opfer der BVG-Kampagne. Zuletzt musste Til Schweiger den Spott über sich ergehen lassen. Als sein US-Remake von "Honig im Kopf" auch in Deutschland floppte, veröffentlichte die BVG ein Bild von einer U-Bahn, die in einen U-Bahnhof einfährt und ergänzte das Foto mit dem Text: "Vielleicht sollten wir Til Schweiger einstellen. Auf dessen neuen Film hat nämlich niemand gewartet."

Titelfoto: DPA

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