Linke demonstrieren gegen AfD-Chef in dessen Wohnort

Die Einsatzkräfte zählten am Donnerstagnachmittag rund 200 Demonstranten in Bornhagen.
Die Einsatzkräfte zählten am Donnerstagnachmittag rund 200 Demonstranten in Bornhagen.

Bornhagen - Mit einem Großaufgebot hat die Polizei eine Demonstration linker Gruppen im Wohnort des thüringischen AfD-Landeschefs Björn Höcke begleitet.

Die Einsatzkräfte zählten am Donnerstagnachmittag rund 200 Demonstranten in Bornhagen. Kurz vor Demonstrationsbeginn wurden nach Behördenangaben zwei 34 und 36 Jahre alte Besucher einer Himmelfahrtsveranstaltung vorübergehend festgenommen.

Sie hätten Widerstand geleistet, als sie einen Platzverweis erhielten. Sie kamen später wieder auf freien Fuß.

Höcke selbst hielt sich nicht in dem kleinen Dorf auf. Er gilt als wichtigster Vertreter des rechtsnationalen Flügels der Alternative für Deutschland.

Die Polizei hatte wegen befürchteter Ausschreitungen unter anderem zwei Wasserwerfer und ein gepanzertes Räumfahrzeug nach Bornhagen gebracht.

Das Verwaltungsgericht Weimar hatte am Mittwoch eine Demonstration direkt vor Höckes Privathaus verboten. Die Richter erlaubten den Demonstranten aber, durch den Ort zu ziehen. Die Pläne der linken Gruppen, vor Höckes Haus zu ziehen, waren von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) scharf kritisiert worden.

Die Polizei hatte wegen befürchteter Ausschreitungen unter anderem zwei Wasserwerfer und ein gepanzertes Räumfahrzeug nach Bornhagen gebracht.
Die Polizei hatte wegen befürchteter Ausschreitungen unter anderem zwei Wasserwerfer und ein gepanzertes Räumfahrzeug nach Bornhagen gebracht.
Höcke selbst hielt sich nicht in dem kleinen Dorf auf.
Höcke selbst hielt sich nicht in dem kleinen Dorf auf.

Fotos: dpa


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