Warum steht das Berliner Holocaust-Denkmal vor Björn Höckes Haus?

Auf dem Nachbargrundstück wurden die 24 Betonblöcke errichtet.
Auf dem Nachbargrundstück wurden die 24 Betonblöcke errichtet.

Berlin/Bornhagen - Der AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke hat neuerdings das Berliner Holocaust-Mahnmal vor seiner Haustür stehen. Aktivisten sollen dafür verantwortlich sein.

Da wird Björn Höcke vermutlich nicht schlecht geschaut haben, als plötzlich das Berliner Holocaust-Mahnmal quasi vor seiner Haustür stand. Höcke hatte das Mahnmal Anfang des Jahres bei einer Rede in Dresden im Ballhaus Watzke als "Denkmal der Schande" bezeichnet.

Hinter der Aktion stecken die Aktivisten des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS). Wie diese selber mitteilten, habe man auf einem Nachbargrundstück 24 Stelen errichtet. Nach der "Dresdner Rede" habe man das Grundstück heimlich für die Aktion angemietet.

Mit einem Kniefall vor den Betonblöcken solle sich Höcke außerdem für seine Aussage in Dresden entschuldigen.

Man plane innerhalb der nächsten zwei Jahre, das komplette Mahnmal im beschaulichen Bornhagen nachzubauen. Die dafür benötigten 28.800 Euro sollen per Crowdfunding finanziert werden.

Björn Höcke äußerte sich bisher noch nicht zu der Aktion.
Björn Höcke äußerte sich bisher noch nicht zu der Aktion.  © DPA

Titelfoto: TAG24, dpa


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