BVB zeigt harmloser Eintracht die Grenzen auf

Dortmund/Frankfurt - Im ausverkauften Signal Iduna Park gelang Borussia Dortmund ein deutlicher und verdienter 4:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Lukasz Piszczek (33.), Jadon Sancho (50.), Erling Haaland (54.) und Raphael Guerreiro (74.) trafen gegen die erschreckend harmlosen Hessen.

Dortmunds Raphael Guerreiro (l.) und Martin Hinteregger (r.) von Frankfurt kämpfen um den Ball. Die erste Halbzeit hatte nich nicht viel von einem klasse Spiel.
Dortmunds Raphael Guerreiro (l.) und Martin Hinteregger (r.) von Frankfurt kämpfen um den Ball. Die erste Halbzeit hatte nich nicht viel von einem klasse Spiel.  © dpa/Bernd Thissen

Bei den Hausherren begannen im Vergleich zur Startelf bei der 3:4-Auswärts-Niederlage in Leverkusen Lukasz Piszczek und Thorgan Hazard für Manuel Akanji und den verletzten Julian Brandt.

Eintracht-Coach Adi Hütter brachte nach dem 5:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg den zuletzt etwas angeschlagenen Sebastian Rode für Dominik Kohr. Der wiedergenesene Bas Dost nahm zunächst auf der Bank Platz.

Die Partie begann munter mit mehr Spielanteilen für den BVB. Allerdings leistete sich die zuletzt gescholtene Dortmunder Defensive anfangs wieder den ein oder anderen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung.

Die erste Großchance hatten die Westfalen. Raphael Guerreiro zirkelte einen Freistoß aus etwa 20 Metern an den rechten Pfosten (9.).

In der Folge erhöhte der Tabellendritte den Druck und gefiel mit langen Ball-Stafetten, während sich die Eintracht bis weit in die eigene Hälfte zurückzog. Aber noch stand die körperlich robuste Abwehr der Hessen weitgehend sicher.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit verflachte das Spiel zusehends. Frankfurt ließ die Sache ruhig angehen, während es den Schwarz-Gelben noch nicht gelang, ihren brandgefährlichen Angriffswirbel zu inszenieren.

Piszczek-Treffer bringt Borussia auf die Siegerstraße

Lukasz Piszczek freut sich über seinen Treffer zum 1:0.
Lukasz Piszczek freut sich über seinen Treffer zum 1:0.  © dpa/Bernd Thissen

So dauerte es bis zur 33. Minute, bis Dortmund zur nächsten Torchance kam. Und die war dann auch gleich drin.

Eine Flanke von Guerrerio bekamen die Frankfurter nicht richtig geklärt und so landete der Ball bei Achraf Hakimi, der Piszczek an der Strafraumgrenze fand. Der Routinier zögerte nicht lange und netzte flach und platziert rechts unten zum 1:0 ein.

Jetzt versuchte endlich auch die SGE nach vorne zu spielen, eröffnete aber durch leichte Ballverluste Konter-Chancen für die Dortmunder, die allerdings nichts Zählbares einbrachten. So ging es letztendlich mit einem verdienten 1:0 für die Hausherren in die Pause.

Mit Bas Dost für Mijat Gacinivic sollte dann in der zweiten Hälfte mehr Torgefahr vor dem Kasten des in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht geprüften BVB-Keepers Roman Bürki entstehen.

Die Adler-Träger standen nun höher, was für Dortmund mehr Räume eröffnete. So in der 49. Minute: Evan N'Dicka verlor den Ball in des Gegners Hälfte an Mats Hummels. Kurz weitergeben auf Axel Witsel, der Jadon Sancho über die linke Seite schickte. Der Engländer umkurvte noch den herein gegrätschten David Abraham und verwandelte unhaltbar links unten zum 2:0 (50.).

Eintracht Frankfurt leistet sich schwere Abwehr-Patzer

Die Dortmunder freuen sich über einen ungefährdeten Sieg.
Die Dortmunder freuen sich über einen ungefährdeten Sieg.  © dpa/Bernd Thissen

Jetzt lief der bereits erwähnte Angriffswirbel der Schwarz-Gelben wie geschmiert.

Wieder ein Ballverlust der Hessen, wieder schnelles Umschalten der Dortmunder, diesen Mal über Guerreiro, Sancho und Hakimi, der zuletzt den freistehenden Erling Haaland bediente. Das ließ sich der Norweger natürlich nicht nehmen: 3:0 (54.). Damit war das Spiel entschieden!

Dortmund spielte den Vorsprung souverän herunter, während den konsternierten Frankfurtern nicht mehr viel einfiel.

Den Schlusspunkt setzte der starke Guerreiro. Zunächst hatte die SGE einen Angriff der Westfalen im eigenen Sechzehner eigentlich schon geklärt.

Doch der in der ganzen Partie sehr unglücklich agierende N'Dicka spielte den Ball uninspiriert dem Portugiesen in die Füße, der einfach mal aus 16 Metern abzog und traf: 4:0 (74.)

Fazit: In der ersten Halbzeit zu passive Frankfurter konnten nach dem Rückstand den Schalter nicht mehr umlegen. Die zunächst verunsicherten Schwarz-gelben fanden nach Piszczeks Treffer zu recht ordentlicher Form. Dann genügten ein paar starke Minute für einen klaren Sieg gegen lustlos wirkende Hessen.

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0