RB Leipzig: Darum ist Nagelsmann froh, dass Werner "manchmal so faul ist!"

Dortmund - Was. Für. Ein. Spiel! Im Bundesliga-Spitzenduell trennten sich Borussia Dortmund und RB Leipzig am Dienstagabend mit einem irren 3:3-Remis (TAG24 berichtete). Herrliche Offensivaktionen und haarsträubende Fehler waren ausschlaggebend für ein Spektakel, von dem vor allem der lauernde FC Bayern profitieren könnte.

RB-Coach Julian Nagelsmann freute sich im Topspiel, dass Timo Werner "manchmal so faul" ist.
RB-Coach Julian Nagelsmann freute sich im Topspiel, dass Timo Werner "manchmal so faul" ist.  © Picture Point/R. Petzsche

Nach 15 Minuten, in denen sich die Mannschaften gegenseitig abtasteten und Torschüsse nicht existent waren, ging es rund vor über 80.000 Zuschauern im Signal-Iduna-Park. Der BVB entwickelte eine sichtbare Überlegenheit und ging durch Treffer der beiden Julians (Weigl und Brandt) mit einem 2:0 in die Halbzeit. Die Wenigsten dürften um 21.18 Uhr an eine RB-Aufholjagd geglaubt haben.

"Die Art und Weise müssen wir hinterfragen. Das war in der ersten Halbzeit überhaupt nicht das, was wir spielen wollten und sehr, sehr schlecht", sagte Trainer Julian Nagelsmann nach dem Match bei Sky. Mit Ball gäbe es noch Baustellen in seinem Team, "da mag Bayern oder Dortmund besser sein, wir müssen uns aber trotzdem nicht verstecken."

Dass die Roten Bullen dann doch noch etwas mitzureden hatten im zweiten Durchgang, hatten sie zwei kapitalen Fehlern der Hausherren zu verdanken, die der bis dahin vollkommen blass geblieben Timo Werner clever ausnutzte.

Bürkis Fehler: "Darauf hab ich spekuliert!"

Der Ausgleich: Julian Brandt spielte einen Rückpass den "Faultier" Timo Werner Roman Bürki wegschnappte, ihn umkurvte und locker einschieben konnte.
Der Ausgleich: Julian Brandt spielte einen Rückpass den "Faultier" Timo Werner Roman Bürki wegschnappte, ihn umkurvte und locker einschieben konnte.  © Picture Point/R. Petzsche

Es sei sein bis zur Halbzeit schlechtestes Spiel gewesen, dass er für Leipzig bestritten hatte, musste der Torjäger feststellen: "Nach der ersten Halbzeit hat sicher keiner mehr einen Pfifferling auf uns gegeben." Doch dann drehte er auf.

Erst spielte Julian Brandt einen undurchdachten Rückpass, den fing Werner ab und schob an Roman Bürki vorbei zum Ausgleich.

Zuvor nutzte der Leipziger schon den Fehler des Schweizer Keepers, dessen eigentlich klärender Kopfball im Lauf von Werner landete, der easy ins leere Tor einschieben konnte.

"Beim zweiten hab ich drauf spekuliert. Da hat der Trainer auch gesagt: 'Zum Glück bist du manchmal so faul'", machte Timo Werner die Worte seines Coaches Julian Nagelsmann publik.

Werners Nationalmannschafts-Kollege Marco Reus musste vor allem über den Ausgleich schmunzeln, als sich der 23-Jährige in den Brandt-Rückpass mogelte. "Timo ist halt so clever. Der läuft nicht so gern zurück. Das kannst du auch nicht ahnen und nicht wissen, dass er da so langsam zurückkommt", so Reus, der Brandt in Schutz nahm: "Ihn trifft keine Schuld."

Mit nun 18 Toren zog Werner mit Bayerns Robert Lewandowski gleich, der aber mit Treffern am Mittwoch beim SC Freiburg wieder alleiniger Top-Torjäger der Bundesliga werden könnte.

Der 23-Jährige steht nun bei 32 Torbeteiligungen in 24 Pflichtspielen in dieser Saison. Dass die letzten beiden Geschenke des BVB waren, interessiert ab Mittwoch niemanden mehr.

Joker Patrik Schick setzte mit dem 3:3 den Schlusspunkt.
Joker Patrik Schick setzte mit dem 3:3 den Schlusspunkt.  © Picture Point/R. Petzsche

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