Horror-Abend für Gladbach in Rom: Festnahmen, Blocksperre und Knüppelschläge der Polizei

Rom - Nach dem Europa-League-Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen AS Rom (1:1) hat es Probleme beim Auslass der deutschen Fans aus dem Olympiastadion gegeben.

Die Spieler von Gladbach feiern den 1:1-Ausgleich durch Lars Stindl in der Nachspielzeit.
Die Spieler von Gladbach feiern den 1:1-Ausgleich durch Lars Stindl in der Nachspielzeit.  © imago images/UK Sports Pics Ltd.

Nach Angaben des Fußball-Bundesligisten wurden nach der Partie am Donnerstagabend einige Anhänger und ein Mitarbeiter des Vereins in Polizeigewahrsam genommen und an der Abreise aus Rom gehindert.

"Nach unseren Erkenntnissen und zu unserem Bedauern sind der italienische Ordnungsdienst und die Polizei mit für deutsche Verhältnisse überzogener Härte vorgegangen. Warum dies so war, können wir im Moment nur mutmaßen", sagte Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers.

Zuvor hatten die rund 7000 Fans bis eine Stunde nach Spielende im Gästeblock ausharren müssen, ehe sie den Bereich verlassen durften.

Die Vereinsführung hatte versucht, über die UEFA Einfluss auf das Vorgehen der italienischen Sicherheitsdienste zu nehmen. Die Mannschaft konnte schließlich erst weit nach Mitternacht die Rückreise antreten.

Die Fanhilfe von Gladbach meldete sich via Facebook zu Wort und postete ein Bild von einem schwer verletzten Fan, der eine Risswunde am Kopf hatte. "Die Polizei hat nach der übermäßig langen Blocksperre jeweils nur 200 Fans auf einmal aus dem Stadion gelassen. Das hat dazu geführt, dass Fans über drei Stunden lang ohne Verpflegung im Regen standen, schreibt die Fanhilfe.

Zudem sei die Situation nach ungefähr eineinhalb Stunden eskaliert. Polizisten hätten wie wild auf Fans eingeschlagen, es gebe zahlreiche Verletzte. Die Fanhilfe spricht von mindestens vier Festnahmen, darunter auch eines Mitarbeiters des Vereins.

Schon beim Auswärtsspiel in Istanbul hatte es Probleme mit den türkischen Sicherheitskräften gegeben, weil Fahnen der Gladbach-Fans konfisziert und Borussen-Anhänger des Stadions verwiesen worden waren.

Der Block der Borussen in Rom.
Der Block der Borussen in Rom.  © imago images/Image Photo/Gribaudi

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