Von Mönchengladbach auf die Insel? Top-Clubs scharf auf Matthias Ginter

Mönchengladbach - Heimlich still und leise, aber auch sportlich vollkommen verdient, hat sich Borussia Mönchengladbach auf Tabellenplatz 2 in der Fußball-Bundesliga hochgearbeitet. Weil der Erfolg Begehrlichkeiten weckt, droht der Abgang eines Leistungsträgers. Gleich zwei Premier-League-Clubs jagen Abwehrspieler Matthias Ginter.

Matthias Ginter beim Telekom-Cup im Spielaufbau.
Matthias Ginter beim Telekom-Cup im Spielaufbau.  © DPA

Mit nur 18 Gegentoren aus 20 Spielen stellt Gladbach gemeinsam mit RB Leipzig die beste Defensive der Liga.

Wenn Ginter fit war, spielte der 25-Jährige auch. Nur ein Bruch der Augenhöhle warf ihn zwischenzeitlich zurück (TAG24 berichtete).

Wie Sky Sports berichtet, haben die Tottenham Hotspur und Arsenal London jetzt ein Auge auf den Verteidiger geworfen.

Dass die Spurs, der BVB-Gegner im CL-Achtelfinale, an Ginter interessiert sind, überrascht nicht. Schließlich laufen im Sommer 2020 die Verträge der belgischen Abwehrrecken Jan Vertonghen und Toby Alderweireld aus.

Mit nur 24 Gegentreffern in 25 Spielen kann auch der Londoner Stadtteilclub mit der eigenen Defensivleistung sehr zufrieden sein.

Anders sieht es bei Arsenal aus. Der Özil-Club steht für Spektakel, weshalb die 36 Gegentreffer bisher kaum verwundern.

Geballte Fäuste bei Matthias Ginter über den Borussen-Auswärtssieg gegen Schalke 04.
Geballte Fäuste bei Matthias Ginter über den Borussen-Auswärtssieg gegen Schalke 04.  © DPA

Shkodran Mustafi (26) ist bei den "Gunners" in der Innenverteidigung gesetzt. An seiner Seite streiten Sokratis (30) (früher Dortmund) und der französische Abwehr-Oldie Laurent Koscielny (33) um die Plätze.

Wegen Verletzungen mussten zeitweise Stephan Lichtsteiner, Nacho Monreal oder Granit Xhaka in der Innenverteidigung eingesetzt werden. Dieser Zustand stößt Arsenal-Legende Emmanuel Petit sauer auf.

Dass im Winter keine neuen Defensiv-Leute geholt wurden, ärgert den mittlerweile 48-Jährigen sehr.

Ginters Vertrag am Niederrhein läuft noch bis 2021. Da er zuletzt für 17 Millionen Euro Ablöse Borussia Dortmund in Richtung Mönchengladbach verließ, müssten die englischen Vereine sicher mehr als 20 Millionen Euro für Ginter auf den Tisch legen.

Neben den Themen Geld und sportlicher Perspektive muss Ginter sicher auch abwägen, ob ihm ein Wechsel mehr Einsatzzeiten bei der DFB-Elf bringen würde.

In der Nationalmannschaft hat sich Matthias Ginter inzwischen etabliert, kam unter anderem in den Nations-League-Spielen gegen die Niederlande und gegen Frankreich zum Einsatz. Bei den großen Turnieren blieb der Blondschopf bisher außen vor. Sowohl beim Titelgewinn 2014 als auch beim blamablen Ausscheiden 2018, war der 25-Jährige zwar im Kader, stand jedoch nicht für Deutschland auf dem Feld.

Ginter im DFB-Dress. Der Abwehrspieler überspringt den Russen Alexej Mirantschuk.
Ginter im DFB-Dress. Der Abwehrspieler überspringt den Russen Alexej Mirantschuk.  © DPA

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