Tor-Geilheit ist zurück! DFB-Elf feiert höchsten Sieg des Jahres gegen Russland! Top Hunderte Besucher mussten raus! Erneute Drohung bei "Feine Sahne Fischfilet"-Konzert 2.775 Diese Mitarbeiter bereiten sich auf riesigen Ansturm vor! Das ist der Grund! 6.032 Anzeige Köln: Frau kracht frontal in Bus und wird eingeklemmt 141 Diese Technik-Knaller sollten auf Eurem Wunschzettel oben stehen Anzeige
2.228

Apotheker panscht Krebsmedikamente: Keine Wirkung mehr für Patienten

Ein Apotheker aus Bottrop soll Krebsmedikamente gepanscht haben und dabei die Krankenkassen um eine Summe von 56 Millionen Euro betrogen haben.
Der Apotheker soll die Medikamente gepanscht und so die gesetzlichen Krankenkassen um 56 Millionen Euro betrogen haben.
Der Apotheker soll die Medikamente gepanscht und so die gesetzlichen Krankenkassen um 56 Millionen Euro betrogen haben.

Bottrop/Essen (dpa) - Knapp 62.000 Mal soll ein Apotheker Krebsmedikamente gepanscht und so allein die gesetzlichen Krankenkassen um 56 Millionen Euro betrogen haben (TAG24 berichtete).

Die Leidtragenden: Mehr 1000 Krebspatienten, die der Anklage zufolge Medikamente mit viel zu wenig oder gar keinem Wirkstoff erhielten. An diesem Montag beginnt der Prozess gegen den 47 Jahre alter Apotheker aus Bottrop. Viele Patienten und Hinterbliebene hoffen endlich auf Antworten. Und darauf, dass die Politik ihre Lehren aus dem Fall zieht.

Als vor knapp einem Jahr die "Alte Apotheke" in Bottrop durchsucht wurde, fanden die Ermittler 117 Zubereitungen von teuren Krebsmedikamenten. Viele enthielten gar keinen oder viel zu wenig der verschriebenen Wirkstoffe. 27 davon soll der Apotheker Peter S. im Speziallabor seiner Onkologie-Schwerpunktapotheke eigenhändig hergestellt haben - und dabei nicht zum ersten Mal gepanscht haben, wie die Staatsanwaltschaft Essen überzeugt ist.

Drei der 27 Zubereitungen sollte eine krebskranke 51-Jährige aus Bottrop erhalten. In einer war kein Wirkstoff, in den beiden anderen "viel weniger als vorgeschrieben war", sagt der Anwalt der Frau, Aykan Akyildiz. Schon 2013 hatte sie eine Chemotherapie erhalten. Auch damals kamen die Medikamente aus der Bottroper Apotheke. "Sie fragt sich: "Warum bin ich wieder krank geworden? Würde es mir gut gehen, wenn ich die richtigen Medikamente bekommen hätte?"", erzählt der Anwalt. Seit die Frau ihre verschriebenen Medikamente auch wirklich bekomme, gehe es ihr deutlich besser. In dem Prozess tritt die Frau als Nebenklägerin auf.

In dieser Apotheke passierte der Betrug, jedoch wird sie mittlerweile nicht mehr von dem Angeklagten geführt.
In dieser Apotheke passierte der Betrug, jedoch wird sie mittlerweile nicht mehr von dem Angeklagten geführt.

Die Ermittler werfen dem zuvor in Bottrop hoch angesehenen 47-Jährigen vor, seit 2012 in insgesamt 61.980 Fällen gegen Rezepturen und sonstige Vorschriften verstoßen zu haben.

Mit den Krankenkassen soll er trotz geringerer Dosierung die verschriebenen Mengen abgerechnet haben. Allein den gesetzlichen Krankenkassen soll dabei ein Schaden von rund 56 Millionen Euro entstanden sein. Schwerpunktapotheken wie die in Bottrop gibt es in Deutschland rund 300. Sie verfügen über sterile Labore und versorgen Patienten individuell mit krebshemmenden Medikamenten.

Die Dimensionen des Bottroper Falles reichen weit über das Ruhrgebiet hinaus. Betroffen sind Patienten von 37 Ärzten, Praxen und Kliniken in sechs Bundesländern, die meisten in Nordrhein-Westfalen. Lieferungen gingen aber auch an jeweils eine Klinik oder Praxis in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen und im Saarland.

"Wir gehen davon aus, dass die Zahl der betroffenen Patienten im unteren vierstelligen Bereich liegt", sagt Oberstaatsanwältin Anette Milk und betont, dass sich diese Zahl auf den Zeitraum ab Januar 2012 bezieht. Nach Recherchen des ARD-Magazins Panorama und des Recherchezentrums "Correctiv" soll der Apotheker seit 2005 insgesamt mehr als 7300 Menschen mit Wirkstoffen beliefert haben, für die die Stadt Bottrop eine Unterdosierung in den Infusionen annimmt.

Die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatten zwei Mitarbeiter der Apotheke. Sie teilten der Staatsanwaltschaft ihre Beobachtungen mit. Am 29. November 2016 gab es dann eine Razzia, bei der der Apotheker festgenommen und sein Speziallabor geschlossen wurde. Über das Motiv des Mannes gibt es nur Spekulationen. "Wir kennen das Motiv nicht", sagt Milk. Peter S. habe dazu keine Angaben gemacht.

Neben den tausendfachen schweren Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz sowie gewerbsmäßigem Abrechnungsbetrug wirft die Anklage dem Apotheker auch versuchte Körperverletzung vor. Sie beschränkt sich dabei auf die sichergestellten 27 Zubereitungen.

Auch zivilrechtlich soll Peter S. belangt werden. Die Rechtsanwältin Sabrina Diehl aus Marl hat bereits erste Klagen auf Schadenersatz und Schmerzensgeld vorbereitet. Alle ihre Mandanten, Patienten und Angehörige seien "fassungslos und wütend auf den Angeklagten und das System". Kontrollen solcher Apotheken funktionierten nicht oder seien nicht vorhanden. "Das Sicherungssystem hat komplett versagt", sagt die Fachanwältin für Medizinrecht.

Auch sie berichtet von Patienten, bei denen die vermeintliche Therapie wirkungslos blieb: So seien sowohl Nebenwirkungen wie Haarausfall oder Übelkeit ausgeblieben als auch positive Wirkungen, sagt die 36-Jährige. Als Reaktion auf den Skandal hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Verbesserungen bei der Kontrolle von Apotheken angekündigt. Viele Betroffene finden das Vorgehen der Politik viel zu zögerlich.

Der Angeklagte hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Am Montag hat er nach der Verlesung der Anklage erneut Gelegenheit dazu. Die ersten Zeugen will die Strafkammer am Dienstag hören. Wie lange der Prozess dauern wird, ist noch offen. Bis Mitte Januar hat das Gericht bereits Termine festgelegt.

Sollte es zu einer Verurteilung kommen, sieht das Arzneimittelgesetz bei schweren Verstößen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren vor. Über das Vermögen des Apothekers hat die Staatsanwaltschaft bereits sogenannten Arrest verhängt. Auch die Verhängung eines Berufsverbots ist laut Gericht beantragt.

Die Apotheke in Bottrop ist weiterhin in Betrieb. Der Angeklagte hat sie nach Angaben der Stadt seiner Mutter übertragen, von der er sie vor einigen Jahren übernommen hatte. Individuelle Krebsmedikamente werden dort nicht mehr hergestellt.

Fotos: 123RF, DPA

Auto crasht in Gegenverkehr: Zwei Verletzte 103 Schauspieler Rolf Hoppe mit 87 Jahren gestorben 11.145 Das größte Volksfest des Nordens präsentiert ganz viele Neuheiten Anzeige Voice of Germany: Großes Pech für einen der Coaches! 3.427 Nachruf auf Olsenbanden-Benny: Ein schönes Leben in gelben Socken 5.341 An alle Startups: Dieses geniale Software solltet unbedingt nutzen Anzeige Facebook-Europachef in Köln: "Wir verkaufen niemals Daten" 156 Kaninchen zum Sterben im Müll zurückgelassen 2.678 75-Zoll-TV bei SATURN jetzt 250 Euro günstiger 1.756 Anzeige Shitstorm für "Parfum": Quote ok, aber vielen hat's gestunken... 2.636 Künzelsau schafft Kita-Gebühren ab 102 "Verbuggt", "Ehrenmann" oder "sheeeesh": Welches wird das Jugendwort des Jahres 2018? 624 So kriegst Du im Krankenhaus ein exklusives Einzelzimmer 3.373 Anzeige Junger Mann ärgert sich über Raser, kurz darauf prügeln drei Männer auf ihn ein 257 Daihatsu prallt in vollbeladenen Tanklaster: Frau verstirbt noch an der Unfallstelle 3.100 MediaMarkt verkauft heute diesen Fernseher über 46% günstiger 5.368 Anzeige Diebe wollen Jacke von Kölner Undercover-Polizisten klauen, der schlägt zurück! 299 Seehofer stellt Maaßen-Nachfolger vor und stichelt gegen Ex-Verfassungsschutzchef 560
"Bauer sucht Frau": Auf diese Nachricht von Gerald und Anna haben alle gewartet 2.887 Was muss man studieren, um gute Jobaussichten zu haben? So wirbt das Ministerium um neue Lehrer 44 Lehmanns letztes Länderspiel als RTL-Experte? Das ist der Grund 3.753 Seehofers Hin und Her! Morgen lässt er die Katze aus dem Sack 492
17-Jähriger stirbt an S-Bahn-Station: Trägt die Deutsche Bahn Mitschuld? 2.531 Alles spricht dafür: Hat sich Ronaldo endlich mit seiner Freundin verlobt? 725 Krank und von Hautpilz gepeinigt: 18 Kätzchen herzlos an Rastplatz ausgesetzt 4.926 Mädchen (13,14) bei Behandlung missbraucht: Physiotherapeut muss in Haft 1.769 Orgasmus in der Achterbahn? Phantasialand reagiert sehr geil auf Sex-Beichte 4.180 Entführung nur erfunden? Jetzt ermittelt Polizei wegen Straftat 1.216 Gericht verbietet geplantes RWE-Braunkohle-Kraftwerk! 219 Update Darum hat Ex-Formel-1-Star Rosberg 13 Bambis und Bayern-Star Ribery keinen 559 Nach Gruppen-Vergewaltigung: So soll Freiburg wieder sicherer werden 595 Fall Stephanie (†10) : Angeklagter soll Tat bereits gestanden haben 455 Mit diesem "Trick" gewann der Leipziger die Lotto-Millionen 4.360 Kleine Helden: Kinder retten Oma das Leben 1.932 Gigantische Anti-Terror-Übung am Flughafen Köln/Bonn 627 Für ihn kam jede Hilfe zu spät: Fußgänger von Lkw tödlich verletzt 206 Frau vor 31 Jahren getötet: Polizei nimmt Verdächtigen fest 297 Schnelles Aus für die neue Serie? Zuschauer strafen "Leben. Lieben. Leipzig" ab! 7.067 Ladenpersonal probt für den Ernstfall und löst Großeinsatz aus 101 Alle flippen aus! Hier steht der neue Sephora Flagship Store 284 Polizist schießt sich bei Einsatz selbst ins Bein 3.108 Diesel-Verbot für Essen und Gelsenkirchen verhängt! Autobahn 40 auch betroffen! 1.029 Update Schulbusse krachen ineinander! Mehrere schwerverletzte Kinder 3.941 Update Grund für vergiftetes Geflügel-Futter gefunden 1.182 AfD-Landesparteichef zur Spenden-Affäre: "Ich habe gar nichts gewusst" 306 Verwüstete Villa und unbezahlte Rechnungen: Dembele verklagt! 3.105 Minister für Cybersicherheit hat nie einen Computer benutzt 635 Blutige Messerattacke in Moschee: Polizei fahndet nach diesem Mann 3.180 Mann missbraucht eigene Tochter jahrelang: Sechseinhalb Jahre Knast! 1.765 Benny ist tot: Letztes Mitglied der Olsenbande gestorben 35.347 Carmen Geiss hat in Köln viel zu tun: Arbeits-Besuch mit Pizza und Kölsch 601