Während Schweigeminute: Brüder verletzen mehrere Menschen mit Messern, das erwartet sie jetzt

Hamburg - Nach dem blutigen Streit bei einer Boxveranstaltung in Lübeck hat das Landgericht Hamburg am Freitag zwei Brüder zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Die angeklagten Brüder warten im Prozess auf das Urteil.
Die angeklagten Brüder warten im Prozess auf das Urteil.  © DPA

Ein 23-Jähriger erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung zweieinhalb Jahre. Sein 21 Jahre alter Bruder kam mit einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung davon.

Nach Überzeugung des Gerichts hatten die beiden Angeklagten mit Messern und Pfeffergel sechs Menschen verletzt.

Zwei der Verletzten erlitten Messerstiche und mussten im Krankenhaus notoperiert werden.

Zu der Auseinandersetzung am 29. April 2017 war es durch eine Nichtigkeit gekommen. Ein dritter Bruder, damals 17 Jahre alt, hatte eine Schweigeminute für verstorbene Mitglieder des Boxverbandes durch lautes Reden gestört.

Es folgten eine Ermahnung und eine Rangelei. Dann bekam der 17-Jährige einen Faustschlag ins Gesicht.

Die aus dem Niger stammenden Brüder fühlten sich in ihrer Ehre verletzt und riefen weitere Mitglieder ihres Vereins aus Hamburg zur Verstärkung, um sich an dem Verantwortlichen für den Faustschlag zu rächen.

Blick auf das Strafjustizgebäude in Hamburg.
Blick auf das Strafjustizgebäude in Hamburg.  © DPA

Titelfoto: DPA

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