Dieser Box-Weltmeister geht vor Gericht k.o.

Samir N. (35) teilte im Fitness-Studio aus. Im Gericht musste er einstecken.
Samir N. (35) teilte im Fitness-Studio aus. Im Gericht musste er einstecken.

Dresden - Im Boxring schlägt Samir N. (35) seine Gegner in wenigen Runden. Am Dienstag ging der Schwergewichts-Weltmeister selbst k.o. - am Amtsgericht Dresden. Der gebürtige Syrer mit deutschem Pass war außerhalb des Rings handgreiflich geworden.

In einem Dresdner Fitness-Studio hatte sich der Torgauer Träger des WBF-Intercontinental-Gürtels mit einem anderen Sportler in der Wolle. Beim Streit, wer als Erster am "Kabelzug" trainiert, packte Samir den Kontrahenten Frank Z. (45) am Arm.

"Er schimpfte und beleidigte", so Frank Z. "Dann griff er eine 22,5-Kilo-Hantel und schwang sie in meine Richtung. Kurz vor meinem Gesicht stoppte er."

Laut Anklage "kündigte der Angeklagte damit an, Herrn Z. den Kopf zertrümmern zu wollen". Frank Z. war so erschüttert, dass er den Club erst wieder betrat, nachdem Samir N. Hausverbot hatte.

Einem Zeugen, der Samir N. zurechtwies, schlug der Boxer so heftig ins Gesicht, dass der drei Tage Schmerzen hatte. Ihm zahlte der Angeklagte im Gericht 300 Euro Schmerzensgeld. Bei Frank Z. entschuldigte er sich.

Trotzdem kam der Box-Champ nicht um eine Strafe herum: "Nicht bei Ihren Vorstrafen", sagte die Richterin, die fünf Einträge verlas (Körperverletzung, Waffenbesitz, Beleidigung).

"Zwar liegt der Vorfall aus dem Fitness-Studio über ein Jahr zurück und Sie haben sich seither nichts mehr zuschulden kommen lassen. Aber das hier geht nicht." Urteil: 4000 Euro Strafe.

In diesem Fitness-Studio kam es zum Handgemenge.
In diesem Fitness-Studio kam es zum Handgemenge.

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