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Vattenfall-Deal: Die Lausitz wird jetzt tschechisch

Stockholm/Boxberg - Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat seine Braunkohle-Sparte in der Lausitz wie erwartet an die tschechische EPH-Gruppe verkauft. Mit im Boot ist deren Finanzpartner PPF.
Vattenfall-Boss Magnus Hall (56) freut sich über den Verkauf.
Vattenfall-Boss Magnus Hall (56) freut sich über den Verkauf.

Von Juliane Morgenroth

Stockholm/Boxberg - Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat seine Braunkohle-Sparte in der Lausitz wie erwartet an die tschechische EPH-Gruppe verkauft. Mit im Boot ist deren Finanzpartner PPF. Der künftige Eigentümer bekommt beim Kauf 1,7 Milliarden Euro dazu.

Damit wird das zweitgrößte deutsche Braunkohlerevier verkauft. Es geht um vier Kohlegruben (Sachsen: Nochten, Reichwalde) und drei Kraftwerke (Sachsen: Boxberg). Betroffen ist auch die 50-Prozent-Beteiligung am Kraftwerk in Lippendorf bei Leipzig.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Lösung“, so Vattenfall-Chef Magnus Hall (56). Der Staatskonzern wollte die schmutzige Kohle unbedingt loswerden.

Tagebau und Kraftwerk Jänschwalde: Durch den Verkauf erhöht Vattenfall den Anteil seiner klimafreundlichen Stromproduktion von 50 auf 75 Prozent.
Tagebau und Kraftwerk Jänschwalde: Durch den Verkauf erhöht Vattenfall den Anteil seiner klimafreundlichen Stromproduktion von 50 auf 75 Prozent.

Käufer EPH setzt darauf, dass sich die Strom-Börsenpreise erholen. Zudem geht EPH davon aus, dass die Energiewende nicht so schnell voran geht, die Kohle als Brückentechnologie gebraucht wird.

Der Verkauf soll in den kommenden Monaten über die Bühne gehen. Wie viel Geld EPH überweist oder ob sie überhaupt etwas bezahlt, blieb offen. Fest steht: Die zu übernehmenden Anlagen haben einem Buchwert von 3,4 Milliarden Euro.

EPH übernimmt alle Verpflichtungen von Vattenfall - einschließlich der Rekultivierung. Die Tschechen bekommen dafür aber 1,7 Milliarden Euro in bar. Die Käufer gehen davon aus, dass sie nach Ende der Kohleförderung zwei Milliarden Euro in die Rekultivierung stecken müssen.

Direkt betroffen sind knapp 8000 Jobs, Vattenfall spricht von weiteren 16.000 Jobs bei Zulieferern.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (57, CDU) blieb zurückhaltend: Er erwarte, dass der Käufer die Jobs sichere und Rückstellungen für die Rekultivierung vornehme. Wirtschaftsminister Martin Dulig (42, SPD) kündigte an, noch diese Woche mit dem Investor zu sprechen.

Der Gesamtbetriebsrat ist zufrieden: Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2020 geben. Grünen-Energie-Experte Gerd Lippold (54) warnte vor milliardenschweren Risiken.

Sollte EPH Pleite gehen, müssten Länder und Kommunen bei der Renaturierung der Tagebaue einspringen.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (57, CDU, r.) und Vize Martin Dulig (42, SPD).
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (57, CDU, r.) und Vize Martin Dulig (42, SPD).

Diese Milliardäre stecken hinter dem Deal

Daniel Kretinsky (40, EPH) ist einer der reichsten Tschechen.
Daniel Kretinsky (40, EPH) ist einer der reichsten Tschechen.

Dresden/Prag - Wer sind die Käufer der Vattenfall-Braunkohle?

Der Kopf hinter EPH heißt Daniel Kretinsky (40), ist mit Milliarden-Vermögen einer der reichsten Tschechen.

Seine EPH-Gruppe - ein Konglomerat mit mehr als 30 Unternehmen - gilt als einer der wichtigsten Akteure in der mittelosteuropäischen Energiebranche, ist auf rasantem Expansionskurs.

Finanzanalysten weisen indes auf den hohen Schuldenstand hin.

Deutschland ist für EPH kein Neuland: Seit 2011 ist der Braunkohleförderer Mibrag eine 100-prozentige Tochter.

Über die Saale Energie GmbH besitzt EPH zudem 41,9 Prozent des Braunkohlekraftwerks Schkopau. Kretinsky ist zudem Mitbesitzer des Fußballvereins Sparta Prag, ihm gehören auch Fernsehsender und Zeitungen - etwa die meistgelesene Zeitung Tschechiens, „Blesk“.

Zahlungskräftiger Partner ist die PPF-Gruppe des öffentlichkeitsscheuen Multimilliardärs Petr Kellner (51). Dessen Investitionen reichen von Biotechnologie bis zur Telekommunikation:

Der reichste Mann Tschechiens kaufte zum Beispiel 2013 für knapp 2,5 Milliarden Euro die Mehrheit an der Telefonica-Sparte (O2) in seinem Land.

Dem Multimilliardär Petr Kellner (51) gehört die PPF-Gruppe.
Dem Multimilliardär Petr Kellner (51) gehört die PPF-Gruppe.
Blick auf das Braunkohlekraftwerk in Boxberg. Es wird ebenfalls an die Tschechen verkauft.
Blick auf das Braunkohlekraftwerk in Boxberg. Es wird ebenfalls an die Tschechen verkauft.

Foto: dpa/Patrick Pleul, picture alliance/dpa

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