Ex-Boxer Felix Sturm auf Fibo in Köln festgenommen!

Köln - Ex-Boxer Felix Sturm wurde am Samstag auf der Kölner Fitnessmesse Fibo vorläufig festgenommen. Dies bestätigte die Polizei der "Bild am Sonntag"-Zeitung.

Der frühere Profi-Boxer Felix Sturm wurde auf der Fibo in Köln vorläufig festgenommen.
Der frühere Profi-Boxer Felix Sturm wurde auf der Fibo in Köln vorläufig festgenommen.  © DPA

Laut Sprecher der Polizei sei der ehemalige Boxer Felix Sturm direkt auf der Fibo verhaftet worden, meldet die "Bild am Sonntag".

Der Haftbefehl stamme von der Kölner Staatsanwaltschaft. Es gehe um den Verdacht der Steuerhinterziehung.

Der Zugriff auf der Fibo in Köln erfolgte offenbar, weil der Ex-Boxer zuletzt in der Heimat seiner Familie in Bosnien gelebt haben soll.

Dort sei er für die Staatsanwaltschaft offenbar nicht erreichbar gewesen.

Zuletzt sollte ein Doping-Prozess gegen Profi-Boxer Felix Sturm eröffnet werden, der aber Anfang des Jahres platzte.

Der heute 39-jährige frühere Weltmeister Sturm wurde nach dem Sieg im WM-Titelkampf am 20. Februar 2016 im Supermittelgewicht in Oberhausen gegen den Russen Fjodor Tschudinow positiv auf das muskelaufbauende Präparat Stanozolol getestet.

Daraufhin hatte die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA den Leverkusener bei der Staatsanwaltschaft Köln angezeigt.

Update, 17.50 Uhr: Felix Sturm gehörte zu den besten Boxern in Deutschland

Der 40 Jahre alte Sturm gehörte stilistisch zu den besten deutschen Boxern. Schon als Amateur stach sein Talent heraus, er krönte seine Laufbahn 2000 mit dem Gewinn des EM-Titels im Mittelgewicht. Sturm gewann insgesamt fünf WM-Titel bei verschiedenen Weltverbänden, von seinen 48 Fights gewann er 40.

2009 trennte er sich von seinem Promoter Klaus-Peter Kohl und machte sich selbstständig mit der Sturm Box-Promotion und einem Gym in Köln. Zudem gab er später bekannt, als Geschäftsmann mit einem Energydrink erfolgreich zu sein.

2015 wurde gegen ihn wegen angeblicher Anstiftung zu einem Tötungsdelikt ermittelt, die Ermittlungen wurden aber eingestellt. 2016 wurde er nach seiner erfolgreichen WM-Revanche gegen den Russen Fjodor Tschudinow der Einnahme verbotenener Substanzen überführt.

Felix Sturm sah sich immer auf Augenhöhe mit den Größten seiner Gewichtsklasse im Mittelgewicht und Supermittelgewicht. Allerdings hatte er zu wenig Schlagkraft und konnte nur selten seine technische Überlegenheit über die gesamte Kampfdauer durchsetzen.

Ein Prozess wegen Doping-Verdachts war geplatzt.
Ein Prozess wegen Doping-Verdachts war geplatzt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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