Schwiegermutter will nur Unkraut jäten, plötzlich brennt alles lichterloh

Heidenau - Sie wollte nur helfen, doch dann passierte Astrid K. (54) ein Unglück - und über 30 000 Euro Schaden blieben zurück. Nur dank günstiger Windrichtung blieb eine komplette Katastrophe aus.

Der riesige Carport, ein Auto, eine Simson, ein Rasenmäher: Ein Feuerwehrmann steht vor jeder Menge Schrott, vernichtet durch den Brand.
Der riesige Carport, ein Auto, eine Simson, ein Rasenmäher: Ein Feuerwehrmann steht vor jeder Menge Schrott, vernichtet durch den Brand.  © Marko Förster

Während die Tochter und ihr Ehemann auf Reisen sind, sieht Schwiegermutter Astrid K. auf dem Grundstück des Pärchens im beschaulichen Wölkau nach dem Rechten.

Doch während die Dürre so manchen Pflanzen zu schaffen macht, sprießt das Unkraut hier prächtig, auch in der Einfahrt zum Carport. Da griff die Schwiegermutter zum Gasbrenner. Ein fataler Fehler!

Die Flammen vernichteten nicht nur das Unkraut, sondern erfassten auch eine Thuja-Hecke. Schnell stand diese in Flammen, griff auf Wiese und Carport über. Für die kleine Garage, den Rasen-Traktor, einen Skoda Fabia sowie ein Simson-Moped kam jede Hilfe zu spät.

Rund 30.000 Euro war das nach erster Schätzung alles wert. "Wir waren mit 36 Kameraden vor Ort, zwei Stunden im Einsatz", so Heidenaus Vize-Wehrleiter Frank Queißner (52). "Es war großes Glück, dass der Wind günstig stand. Die Flammen waren nah an einer Scheune und dem Wohnhaus." Diese beiden Gebäude kamen so ohne Schäden davon, auch die unglückliche Schwiegermutter blieb unverletzt.

Nun ermittelt allerdings die Polizei gegen sie wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Die Frau, die das Unkraut abbrennen wollte, sorgte für diesen Haufen verbrannter Gegenstände.
Die Frau, die das Unkraut abbrennen wollte, sorgte für diesen Haufen verbrannter Gegenstände.  © Marko Förster

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