Zwei Häuser in Flammen: Nachbarn erheben schwere Vorwürfe

Die Nachbarn erheben schwere Vorwürfe gegen den Mieter der Brandwohnung: Er soll oft betrunken und unvorsichtig mit glühender Asche umgegangen sein.
Die Nachbarn erheben schwere Vorwürfe gegen den Mieter der Brandwohnung: Er soll oft betrunken und unvorsichtig mit glühender Asche umgegangen sein.  © Matthias Strauss

Uhrsleben - Großeinsatz im Landkreis Börde! In der Nacht zum Dienstag griff das Feuer eines Reihenhauses auf das Nachbarhaus über, mehrere Menschen mussten evakuiert werden.

Die Flammen hätten sich gegen 2.10 in einem Zimmer des Mehrfamilienhauses in der Straße "Schäferei" in Uhrsleben ausgebreitet. Kurze Zeit später stand das gesamte Haus sowie der Dachstuhl in Flammen. Das Feuer griff an ein angrenzendes Wohnhaus über.

Die Wehren aus Uhrsleben, Ostingersleben, Erxleben, Calvörde, Bülstringen und Eimersleben eilten den Bewohnern mit elf Einsatzfahrzeugen zur Hilfe und retteten sie aus der Flammenhölle.

Der 47 Jahre alte Bewohner der Wohnung, in der der Brand ausgebrochen war, wurde mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht, so die Polizei am Dienstagmorgen.

Angeblich hat der Mieter größere Mengen Holz direkt am Ofen gelagert. Die Ermittler prüfen diesen Vorwurf.
Angeblich hat der Mieter größere Mengen Holz direkt am Ofen gelagert. Die Ermittler prüfen diesen Vorwurf.  © Matthias Strauss

Anschließend errichteten die 48 eigesetzten Kameraden eine sogenannte Riegelstellung, die ein Übergreifen des Brandes auf andere, noch nicht brennende Bereiche verhindern sollte. Diese Maßnahme sei nötig gewesen, da die historischen Häuser über keine Brandschutzmauern verfügten.

Die Feuerwehrleuten entfernten Dachziegel, um an Glutnester unter dem Dach zu kommen. Hierfür kam eine Drehleiter zum Einsatz. Da der Brand auch von innen gelöscht werden musste, arbeiteten einige Kameraden auch inmitten der brennenden Räume - natürlich mit Atemschutz.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an. Die Nachbarn des Mieters aus der Brandwohnung jedoch werfen diesem vor, unvorsichtig mit offenem Feuer und heißer Asche umgegangen zu sein.

Der Schaden wird auf zirka 100.000 Euro geschätzt.

Wann und ob die Bewohner in ihre Häuser zurück dürfen, ist noch völlig unklar.
Wann und ob die Bewohner in ihre Häuser zurück dürfen, ist noch völlig unklar.  © Matthias S

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