1000 Pakete, 1000 Gramm Drogen: Die Masche des dreistesten Paket-Diebs Deutschlands

Brandenburg an der Havel - Es war wohl der Aufreger der Woche: Ein Hermes-Bote soll über 900 Sendungen unterschlagen und gehortet haben (TAG24 berichtete). Nun kommen immer mehr pikante Details ans Licht.

Der 35-jährige verdächtigte Paketfahrer räumte gegenüber der Polizei die Unterschlagung der aufgefundenen sowie weiteren Pakete ein. (Archivbild)
Der 35-jährige verdächtigte Paketfahrer räumte gegenüber der Polizei die Unterschlagung der aufgefundenen sowie weiteren Pakete ein. (Archivbild)  © Polizeidirektion West

Den Wink gab ausgerechnet eine Ex-Freundin des Versandboten, die zuvor nur als "aufmerksame Zeugin" in Erscheinung trat.

In seinem vor zwei Monaten angemieteten Bungalow bei Semlin (Ortsteil der Kreisstadt Rathenow im Landkreis Havelland) entdeckten die Beamten die über 900 verschollenen Sendungen. Besonders pikant: Die Unterschriften für die Lieferbelege soll der Mann gefälscht haben.

Laut Bild-Informationen soll der Beschuldigte (35) zum Zeitpunkt seiner Festnahme durch die Polizei unter Drogeneinfluss gestanden haben. Bereits zuvor wurde berichtet, dass die Beamten bei ihm Betäubungsmitteln sicherstellten.

Um welche Drogen es sich dabei jedoch gehandelt hat und in welcher Menge sie vorlagen, war bislang nicht bekannt.

Jetzt steht fest: Wie das Boulevard-Blatt berichtet, haben die Ermittler 300 Gramm Cannabis und rund 700 Gramm Ecstasy-Ta­blet­ten am Hermes-Depot in Rathenow gefunden. Daher steht auch der Vorwurf des Drogenhandels im Raum, wie ein Ermittler gegenüber der Zeitung erklärte.

Nun sitzt der Tatbeschuldigte in U-Haft, der bis 2020 wegen eines nicht näher genannten Drogendelikts unter Bewährung stand.

Für die Justiz ist er kein unbeschriebenes Blatt, musste sich unter anderem wegen Unterschlagung, Einbruch und Urkundenfälschung verantworten. Nun ist der 35-Jährige erneut ein Fall für die Justiz.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Unterschlagung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Titelfoto: Polizeidirektion West

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