Konflikte zwischen Deutschen und Flüchtlingen: Cottbus-Bürgermeister ruft um Hilfe

Am Donnerstag forderte Holger Kelch von Land und Bund mehr Unterstützung.
Am Donnerstag forderte Holger Kelch von Land und Bund mehr Unterstützung.  © DPA (Bildmontage)

Potsdam - Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Deutschen in Cottbus hat Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) von Land und Bund mehr Unterstützung gefordert.

Eltern von Flüchtlingskindern wüssten wegen Sprachbarrieren teils nicht, was in den Schulen vorgehe, bei der Polizei sei in den vergangenen Jahren Personal abgebaut worden, sagte Kelch am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Potsdam.

Er bitte dringend um Unterstützung unter anderem bei der Schulsozialarbeit, der Immigrantenberatung oder auch bei den Erziehungsberatungsstellen. Sollte es zum Familiennachzug kommen, sei die Stadt der Aufgabe derzeit nicht gewachsen.

Das Land hatte zuvor bereits Unterstützung zugesagt, unter anderem für Schulen und mehr Polizeistreifen. Zudem wurde verfügt, dass bis auf weiteres keine weiteren Flüchtlinge aus der Ernstaufnahme nach Cottbus geschickt werden. Dies hatte die Stadt bereits im März 2017 ohne Erfolg beantragt.

Cottbus hatte im vergangenen Jahr deutlich mehr Flüchtlinge aufgenommen als viele andere Kommunen im Land. In den vergangenen Monaten war es in der Stadt wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen zumeist jugendlichen Deutschen und Syrern gekommen.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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