Nach Gewaltserie in Cottbus: Syrer gehen aufeinander los

Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes und zwei Beamte der Bereitschaftspolizei gehen auf Streife vor dem Einkaufszentrum Blechen-Carré
Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes und zwei Beamte der Bereitschaftspolizei gehen auf Streife vor dem Einkaufszentrum Blechen-Carré

Cottbus - Die Gewaltserie in Cottbus reißt einfach nicht ab. Mittwochnachmittag kam es erneut an der Straßenbahnhaltestelle am Blechen-Carré zu einem Vorfall.

Wie die Polizei mitteilt, soll es gegen 15.15 Uhr zwischen einem 21-jähriger Syrer und einem 16-jährigen Landsmann zu einem Streit gekommen sein. Dabei soll der junge Mann dem Jugendlichen ins Gesicht geschlagen haben.

Ein Zeuge, der ebenfalls Syrer ist, soll dazwischen gegangen sein und versuchte, den Angreifer von weiteren Schlägen abzuhalten. Der soll jedoch in Folge dessen angekündigt haben, den 16-Jährigen am Abend erneut anzugreifen.

Alarmierte Polizeibeamte verhinderten Schlimmeres und nahmen den 21-Jährigen in Gewahrsam. Gegen den jungen Mann wurden Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Körperverletzung eingeleitet.

Der Syrer soll bei der Polizei jedoch kein Unbekannter sein. Bereits in der Vergangenheit sei er mit ähnlichen Straftaten mehrfach auffällig gewesen. Deswegen entschieden die Beamten noch am Abend, gegen den jungen Mann ein polizeiliches Aufenthaltsverbot zu erlassen. Für einen Monat darf er sich nun nicht mehr im Innenstadtbereich aufhalten.

Nur wenige Stunden später nutzen sechs Männer die bereits aufgeheizte Stimmung in Cottbus, um Flyer der Partei NPD und Fläschchen mit CS-Gas an Passanten auf der Stadtpromenade zu verteilen.

Eine Fußstreife entdeckte die Gruppe gegen 18 Uhr und leitete Ermittlungen ein.


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