Skurriler Polizei-Einsatz: Betrunkener filmt sich vor Revier beim Sterben

Falkensee - So einen Polizeieinsatz erleben die Beamten im brandenburgischen Falkensee (Berlin) vermutlich selten. Am Donnerstagabend war ihnen während einer Verkehrskontrolle ein Fahrradfahrer aufgefallen, der offensichtlich betrunken unterwegs war.

Vor dem Polizeirevier in Falkensee spielte sich das Ganze ab.
Vor dem Polizeirevier in Falkensee spielte sich das Ganze ab.  © DPA

Eine Kontrolle durch die Polizei ergab einen Wert von 1,66 Promille bei dem 48-Jährigen. Da sich der Mann weigerte Angaben zu seiner Person zu machen, wurde er kurzerhand mit auf das Revier genommen.

Dort gab er an, seine Dokumente in einem Lkw zu haben, wo die Beamten alle nötigen Unterlagen finden konnten. Damit der 48-Jährige in seinem Zustand nicht mit dem Lkw davon fährt, wurde ihm kurzerhand der Schlüssel abgenommen und er konnte wieder gehen.

Doch nur kurze Zeit später tauchte der Mann wieder in dem Revier auf und wollte einen Diebstahl anzeigen, denn sein Lkw sei verschwunden. Als die Beamten das überprüften, war der jedoch noch da.

Der Betrunkene ließ sich trotzdem nicht beirren und bestand auf die Anzeige.

Der betrunkene Mann ging vor dem Revier immer wieder zu Boden. (Symbolbild)
Der betrunkene Mann ging vor dem Revier immer wieder zu Boden. (Symbolbild)  © 123RF

Weil keiner das tat, was er wollte, legte er sich demonstrativ vor die Eingangstür des Reviers und gab vor im Sterben zu liegen. Um das ganze noch etwas dramatischer zu gestalten, filmte der Mann sich mit seinem Handy und tat so, als würde sich niemand um ihn kümmern.

Dann wählte er den Notruf und verlangte einen Rettungswagen um erneut sein Blut überprüfen zu lassen. Die Rettungskräfte informierten die Polizei darüber, die sofort eingriff.

Statt aufzugeben, behauptete der Betrunkene dann gesundheitliche Probleme zu haben, also wurde ein Rettungswagen gerufen. Doch bei dem 48-Jährigen konnte man nichts feststellen, außer dass er betrunken war.

Um weiterhin die Aufmerksam der Beamten zu erhaschen, spielte er mehrfach vor bewusstlos zu sein, aber das war zu viel für die Beamten.

"Da er nicht aufhörte medizinische Notlagen vorzutäuschen und davon auszugehen war, das weitere Notrufmissbräuche folgen würden, erfolgte die Ingewahrsamnahme", heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

"Nach dieser Beschäftigungstherapie kann der Mann mit diversen Strafanzeigen rechnen."


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0