Vorsicht Falschgeld! Auch wer es nicht ahnt, kann für Blüten bestraft werden

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Potsdam – Ein junger Mann (27) kommt in Neuruppin in einen Zeitschriften- und Tabakladen und verlangt Zigaretten, die will er mit einem 50-Euro-Schein bezahlen. Aber der Verkäufer merkt sofort, dass damit etwas nicht stimmt. Und richtig: Es ist Falschgeld.

Der Käufer behauptet, er habe den Schein vor einem Geldautomaten gefunden. Er habe zwar durchaus gemerkt, dass er anders, als die üblichen 50-Euro-Scheine aussieht, doch darüber machte er sich keine Gedanken. Er zog los, um sich Dinge zu kaufen, die er sich sonst nicht leisten kann, wie eben jenen Tabak.

Er wurde angeklagt und landete vor Gericht. Dort wurde er zu einer Strafe von 500 Euro verurteilt, weil ein bedingter Vorsatz für das Inverkehrbringen von Falschgeld festgestellt wurde.

Deshalb immer Augen auf und genau prüfen, was man da für Geld hat, vor allem dann, wenn die Scheine einem verdächtig vorkommen. Denn so selten ist Falschgeld gar nicht.

Wie die Polizeidirektion Brandenburg mitteilte, bewegt sich die Feststellung von Falschgeld weiter auf recht hohem Niveau. 2017 wurden bis Ende November 140 Fälle registriert, bei denen Falschgeld in Umlauf gebracht wurde. 2016 waren es deutlich mehr 524. Diese hohe Zahl begründet die Polizei damit, dass neue Scheine in Umlauf gebracht wurden und die Kriminellen dadurch den Drang hatten, "alte Fälschungen noch loszuwerden".

Titelfoto: DPA


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