Ganzes Finanzamt wegen bestialischen Gestanks geräumt

In dem Finanzamt werden die Steuern von mehr als 200.000 Bürgern bearbeitet.
In dem Finanzamt werden die Steuern von mehr als 200.000 Bürgern bearbeitet.  © DPA

Brandenburg – Mitarbeiter der Finanzamts in Brandenburg an der Havel wunderten sich am Montagvormittag über den Geruch in dem Gebäude. Dieser wollte sich nicht verziehen, sondern wurde so stark, dass an ein Weiterarbeiten nicht zu denken war.

Bereits als die ersten Mitarbeiter nach dem Wochenende in das Amt kamen, war der widerwärtige Geruch allgegenwärtig.

Er zog nach Angaben einer Sprecherin des Amtes vom Keller in die oberen Stockwerke, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung. Weil die Quelle des Gestanks nicht zu finden war und auch Lüften keinerlei Abhilfe brachte, wurde das Gebäude geräumt. Alle 200 Mitarbeit wurden gegen 8 Uhr nach Hause geschickt.

Die von der Behördenleitung informierte Polizei konnte auch nichts machen. Sie konnte weder die Quelle des Übels lokalisieren, noch geht sie von einer Gefahr oder Straftat aus.

Ursache für den Gestank im Finanzamt ist unklar

Auch die Feuerwehr konnte die Ursache für den Gestank bislang nicht finden (Symbolbild).
Auch die Feuerwehr konnte die Ursache für den Gestank bislang nicht finden (Symbolbild).  © DPA

Auch die Feuerwehr blieb ratlos. Zunächst gab es den Verdacht, er käme aus der Kanalisation, doch die Überprüfung sämtlicher Abwasserrohre bestätigte diesen nicht. "Inzwischen können wir ausschließen, dass der beißende Geruch vom Kanalnetz stammt", wird die Sprecherin der städtischen Abwassergesellschaft Brawag von der MAZ zitiert.

Auch ein Gasaustritt wurde von der Feuerwehr ausgeschlossen. Möglicherweise käme ein Defekt einer technischen Anlage im Eingangsbereich. Dies muss aber noch genauer untersucht werden.

So lange die Ursache für den Geruch nicht gefunden ist, wird die Behörde wohl nicht wieder öffnen können. Deshalb ließ laut Informationen der MAZ das Finanzministerium auch offen, ob das Amt am Dienstag wieder geöffnet sein wird. In der Behörde werden die Steuern von 15.000 Betrieben und 200.000 Bürgern bearbeitet.


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