Löschen ist zu gefährlich: Feuer auf Ex-DDR-Truppenplatz breitet sich aus

Jüterbog - Während am Autobahndreieck Potsdam die Einsatzkräfte unermüdlich gegen die Flammen kämpfen, tut sich im nur 50 Kilometer entfernten Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming) eine neue Bedrohung auf, wie TAG24 berichtete. Dort hat sich der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz weiter ausgebreitet.

Andreas Meißner von der Naturlandschaften Brandenburg plant mit Feuerwehrleute und Forstmitarbeiter den Einsatz bei einem Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz.
Andreas Meißner von der Naturlandschaften Brandenburg plant mit Feuerwehrleute und Forstmitarbeiter den Einsatz bei einem Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz.  © Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

Nach Angaben der zuständigen Rettungsleitstelle sind bis zum Donnerstagabend rund 160 Hektar Fläche verbrannt. Anfangs brannte nur eine Fläche von 20 bis 25 Hektar. So breitete sich das Feuer in kürzester Zeit auf weitere 140 Hektar Wald und Wiesen aus.

"Starke Winde fachen das Feuer leider fortlaufend an. Das macht die Situation sehr schwierig", teilte die Stadt am Abend mit.

Die Einsatzkräfte rechneten damit, dass die Flammen auch in den nächsten Tagen noch wüten werden. Weil die Brandfläche mit Munitionsresten kontaminiert sei, könnten Feuerwehrleute sie nicht betreten.

In der Region gilt die höchste Waldbrandwarnstufe. In Brandenburg war es zuletzt mehrfach zu Bränden auf früheren Truppenübungsplätzen gekommen

Nach Einschätzung der Verwaltung besteht für die Stadt und seine Ortsteile jedoch keine Gefahr: "Es ist momentan nicht absehbar, was noch kommen wird, so lange es brennt, könnten unter Umständen noch Aufrufe folgen, die Fenster und Türen geschlossen zu halten." Von einer Evakuierung wurde zunächst nicht gesprochen.

Update, 9.03 Uhr:

Der Brand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming) ist nach Angaben der Feuerwehr unter Kontrolle.

Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden, sagte ein Sprecher der zuständigen Rettungsleitstelle am Freitagmorgen. Rund 160 Hektar Fläche seien verbrannt.

Bestimmt wird die Situation dadurch, dass die Brandfläche mit Munitionsresten kontaminiert ist. Feuerwehrleute könnten sie deshalb nicht betreten. Zwei Löschzüge seien vor Ort, so der Sprecher. Weitere Helfer stünden bereit.

Titelfoto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0