Rätselhaftes Verschwinden! Eingeschleuste Flüchtlinge sind weg

Die 51 Flüchtlinge wurden zusammengepfercht in dem LKW gefunden und anschließend in die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung gebracht.
Die 51 Flüchtlinge wurden zusammengepfercht in dem LKW gefunden und anschließend in die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung gebracht.

Eisenhüttenstadt - Fast alle irakischen Flüchtlinge, die sich auf dem Schleuser-Lastwagen in Ostbrandenburg befanden, sind aus der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) verschwunden.

"Die Zimmer sind leer", sagte Leiter Frank Nürnberger am Montag auf Anfrage. Zuvor hatte der RBB online berichtet.

Wann genau die Flüchtlingsfamilien verschwanden ist unklar, wie Nürnberger weiter sagte. Es gebe ungesicherte Informationen, wonach die Menschen in Autos mit Bielefelder Kennzeichen eingestiegen seien.

Als denkbare Erklärung nannte Nürnberger, dass sie von Verwandten, die bereits in Deutschland seien, abgeholt wurden. Man wolle nun abwarten, ob sich die Menschen bei einer anderen Erstaufnahmeeinrichtung meldeten.

Ermittler stehen an dem Laster, in dem 51 Menschen zwischen der Ladung versteckt waren.
Ermittler stehen an dem Laster, in dem 51 Menschen zwischen der Ladung versteckt waren.

Zwei von 50 irakischen Flüchtlingen seien in Eisenhüttenstadt geblieben.

Es handelt sich laut Nürnberger um einen unbegleiteten Jugendlichen, der dem Jugendamt übergeben wurde, sowie um eine Person, die sich unter einem Bett versteckte.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Montag mitgeteilt, dass die Schleuser-Fahrt womöglich von einer ganzen Gruppe gesteuert worden. "Wir gehen davon aus, dass hinter der Schleusung eine Bandenstruktur steckt", sagte eine Sprecherin.

Die Behörde prüft auch, ob es Zusammenhänge zu ähnlichen Einschleusungen in jüngerer Zeit im deutsch-polnischen Grenzgebiet gibt.


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