Flüchtling nach tödlichem Messerangriff freigesprochen

Ein Polizeiauto steht im Oktober 2016 am Tatort in Ludwigsfelde.
Ein Polizeiauto steht im Oktober 2016 am Tatort in Ludwigsfelde.  © DPA

Potsdam – Nach einer tödlichen Messerattacke gegen einen Mitbewohner hat das Potsdamer Landgericht einen jungen Flüchtling vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen.

Der zur Tatzeit 17-Jährige habe nach Überzeugung des Gerichts in Notwehr gehandelt, als er Anfang Oktober in Ludwigsfelde einen 18-jährigen Asylbewerber auf der Straße mit einem Messerangriff und mit einem Stich ins Herz tötete (TAG24 berichtete).

Das teilte Gerichtssprecherin Sabine Dießelhorst am Montag am Rande der nichtöffentlichen Verhandlung mit. Auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten wegen Notwehr auf Freispruch plädiert.

Täter und Opfer lebten in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Vor der Bluttat war es zwischen ihnen zu einem heftigen Streit gekommen. Weitere Einzelheiten berichtete Dießelhorst unter Hinweis auf das nichtöffentliche Verfahren nicht.


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