Pfleger isst das falsche Brötchen und wird sofort gefeuert

Der Mann arbeitete 15 Jahre in der Pflege-Einrichtung, bis er die falschen Brötchen aß (Symbolbild).
Der Mann arbeitete 15 Jahre in der Pflege-Einrichtung, bis er die falschen Brötchen aß (Symbolbild).  © DPA

Brandenburg/Havel – 15 Jahre arbeitete der Mann für eine Pflege-Einrichtung in Brandenburg. Bis ihn Kollegen dabei beobachteten, wie er Brötchen in der Kantine aß. Sie meldeten es der Klinikleitung.

Die stellte den 52-jährigen zu Rede. Er habe an mehreren Tagen Brötchen gegessen, die eigentlich für die Patienten bestimmt waren. Den Vorwurf ließ er nicht auf sich sitzen und erklärte stattdessen, er habe aus einer Tüte vor dem Abfalleimer zwei Scheiben altes Brot gegessen.

Die Chefs schenkten aber den Kollegen, die ihm beim Brötchen-Raub beobachtet haben sollen mehr Glauben und kündigte dem langjährigen Mitarbeiter fristlos, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung.

Jetzt wird der Fall vor dem Arbeitsgericht in Brandenburg/Havel verhandelt. Dabei dreht es sich vor allem um die Frage, ob es altes Brot war, oder frischen Patientenbrötchen, mit denen der Mann seinen Hunger stillte. Wie die Märkische Allgemeine von der Verhandlung berichtet, sei es dem Mann nicht klar gewesen, dass das Essen von Brötchen zu seiner Kündigung führen könnte. Dieser Aussage widersprach die Klinikleitung.

Außerdem müsse noch geklärt werden, woran die Klinikbrötchen zweifelsfrei erkennbar sind, schließlich hätte der Mann auch ein selbst mitgebrachtes Brötchen essen können.

Am nächsten Verhandlungstermin sollen Zeugen des Brötchendiebstahls gehört werden, außerdem soll die Klinik eine Semmel dem Gericht vorlegen, damit dieses sich ein genaues Bild vom Corpus Delicti machen kann.


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