Anschlag auf Flüchtlingsheim: Angeklagter kommt mit Bewährung davon

Im Oktober 2016 versuchte der 21-Jährige mit Molotowcocktails das Flüchtlingsheim anzuzünden.
Im Oktober 2016 versuchte der 21-Jährige mit Molotowcocktails das Flüchtlingsheim anzuzünden.  © DPA

Potsdam - Nach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Jüterbog (Teltow-Fläming) ist ein 21 Jahre alter Angeklagter nach Jugendstrafrecht zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Das Potsdamer Landgericht entschied am Donnerstag, dass der Mann sich des versuchten Mordes schuldig gemacht habe. Die Staatsanwaltschaft hatte viereinhalb Jahre Haft gefordert.

Die Verteidigung hatte sich für eine Bewährungsstrafe ausgesprochen. Der Angeklagte hatte im Oktober 2016 versucht, mit selbstgebauten Molotowcocktails eine zu dieser Zeit mit minderjährigen Flüchtlingen belegte Unterkunft in Brand zu setzen.

Die Tat sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Verletzt wurde niemand, Betreuer konnten das Feuer schnell löschen.

Der Angeklagte wartete am Donnerstag in Potsdam (Brandenburg) im Gericht mit seinem Anwalt auf das Urteil.
Der Angeklagte wartete am Donnerstag in Potsdam (Brandenburg) im Gericht mit seinem Anwalt auf das Urteil.  © DPA

Titelfoto: DPA


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